Wenn am kommenden Wochenende (7. und 8. März 2026) die Freiheitshalle in Hof ihre Tore öffnet, wird sie zum Zentrum des karnevalistischen Tanzsports in Süddeutschland. Der Verein Tanzsportgarde Coburger Mohr richtet in diesem Jahr die Süddeutsche Meisterschaft aus und erwartet rund 6.000 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 1.000 aktive Tänzerinnen und Tänzer. Hinter dieser Großveranstaltung stehen monatelange Planung, hunderte engagierte Helfer und ein außergewöhnlicher Teamgeist.
90 Kilogramm Wechselgeld
Bereits seit Mai 2025 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Organisationsteam, bestehend aus Michael Prusnat, Wilfried Weibelzahl und Daniel Hofmann, trifft sich seit Mai 2025 regelmäßig, inzwischen sogar wöchentlich, um alle Fäden zusammenzuführen. Die Aufgaben reichen von der Koordination von rund 250 Helferposten über Technik, Bühnenaufbau und Logistik bis hin zu Finanzen und Sicherheit. Der Aufbau der Bühne, die Einrichtung eines temporären Rechenzentrums, der Einsatz von rund 800 Metern Tischdecken und die Bereitstellung von etwa 90 Kilogramm Wechselgeld sowie mehreren EC-Zahlungsterminals verdeutlichen nur einen Teil des organisatorischen Aufwands.
Dabei gilt es, die Vorgaben des Bundes Deutscher Karneval (BDK) umzusetzen, der als Veranstalter den Ablauf der Meisterschaft vorgibt. Hunderte E-Mails müssen beantwortet, unzählige Detailfragen geklärt und die Wünsche von Vereinen, Trainern und Betreuern berücksichtigt werden. Der zeitliche Einsatz des Orgateams entspricht dabei nahezu dem Trainingsaufwand der Aktiven.
Kreativität und Professionalität
Parallel zur organisatorischen Arbeit ist das achtköpfige Kreativteam aktiv. Es verantwortet das Erscheinungsbild der Veranstaltung – vom Logo über Farbkonzepte und Social-Media-Auftritt bis hin zur Gestaltung des Openings und der Dekoration. Das Logo wurde eigens kreiert und verbindet die Vestestadt Coburg mit dem Tanzsport.
Auch kleine Details, wie die Farbgestaltung der Tischdecken, werden sorgfältig abgestimmt. In dem Team arbeiten Präsidiumsmitglieder, engagierte Eltern, Betreuer und Trainer zusammen, um alle Bereiche eines Turniers professionell zu beleuchten.
Verpflegung für Tausende
Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Verpflegungsteam. Vier Vereinsmitglieder mit gastronomischer Erfahrung kümmern sich um die Versorgung der Gäste und Aktiven während des gesamten Wochenendes. Bei mehreren tausend Menschen ist das eine logistische Herausforderung. Um den Tänzerinnen und Tänzern lange Wartezeiten zu ersparen, wird es eine eigene Aktivenverpflegung geben. So bleibt mehr Zeit für Vorbereitung und Konzentration auf die sportlichen Leistungen.
Warum in Hof und nicht in Coburg?
Dass die Meisterschaft nicht in Coburg, sondern in Hof stattfindet, hat praktische Gründe. In Coburg gibt es keine Halle, die sowohl ausreichend Zuschauerplätze als auch genügend Umkleiden für über 1.000 Aktive bietet. Die Freiheitshalle in Hof erfüllt diese Anforderungen.
Die rund 90 Kilometer Entfernung bedeuten für den Verein jedoch zusätzlichen Aufwand. Allein in der Planungsphase legten die Mitglieder des Orga-Team über 1.500 Kilometer zurück, um Termine vor Ort wahrzunehmen. Viele Eltern engagieren sich als Helfer und reisen am Turnierwochenende zu unterschiedlichen Zeiten an. Einige sind bereits ab Donnerstag vor Ort, um beim Aufbau und bei den Vorbereitungen zu unterstützen.
Auch der Transport der zahlreichen Kostüme, Requisiten und technischen Materialien muss genau geplant werden. Fürs Abschlusstraining werden sie noch in Coburg gebraucht und nach dem Turnier müssen diese möglichst schnell zurück nach Hause – insbesondere, wenn sich Mannschaften für die Deutsche Meisterschaft in Köln qualifizieren.
Gastgeber für alle Generationen
Die TSG Coburger Mohr versteht sich nicht nur als Ausrichter, sondern vor allem als Gastgeber. Die Altersspanne der Teilnehmenden reicht von sechsjährigen Nachwuchstalenten bis zu erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern über 20 Jahre. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen. Sichere Wege, gute Beschilderung und kindgerechte Strukturen stehen ebenso im Fokus wie reibungslose Abläufe für die älteren Aktiven.
Während für die Jüngsten vor allem Sicherheit und Orientierung wichtig sind, legen die erfahrenen Tänzerinnen und Tänzer großen Wert auf kurze Wege, funktionierende Logistik und angenehme Rahmenbedingungen. Auch das gesellschaftliche Miteinander nach erfolgreichen Auftritten gehört für viele dazu.
Stolz auf den Zusammenhalt
Vereinspräsident Mathias Schikora zeigt sich beeindruckt vom Engagement der Mitglieder: „Es ist eine große Ehre, dass der Coburger Mohr die Süddeutsche Meisterschaft 2026 ausrichten darf. Ein großes Dankeschön an den BDK für das erneute Vertrauen. Solch ein Event funktioniert nur, wenn der ganze Verein zusammenhält. Ich bin stolz auf unsere vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die bereit sind, diese Verantwortung zu tragen. Gemeinsam wollen wir ein besonderes Turnier für Aktive und Gäste schaffen.“















