Das Weihnachtsmärchen erfreut sich eigentlich in jeder Spielzeit des Landestheaters Coburg einer sehr großen Beliebtheit. Doch der „Zauberer von Oz“, der seit November 2023 im Globe Coburg gespielt wurde, kam besonders gut beim Publikum an.
Yellow Brick Road durch den Zuschauerraum
Am vergangenen Sonntag fand die 38. und letzte Vorstellung statt. Anschließend wurde zusammengerecht: Insgesamt sahen 15.200 junge und ältere Zuschauer das Stück. Das bedeutet einen Durchschnitt von 400 Zuschauern pro Vorstellung. Aufgrund der besonderen Bühnenbildkonstruktion - die „Yellow Brick Road“ verlief ja als Halbrund durch den Zuschauerraum - lag die maximale Zuschauerkapazität beim „Zauberer von Oz“ bei 408 Zuschauern. Sprich: Das Weihnachtsmärchen erreichte eine rekordverdächtige Auslastungsquote von etwas mehr als 98 Prozent.
Ein Plädoyer für die Freundschaft
In einer Mitteilung des Landestheaters Coburg heißt es: „Wir hatten großen Spaß auf unserer Abenteuerreise durchs wundersame Land Oz, die aufgrund der spontanen Interaktion mit den kleinen und großen Märchenfans, auch uns immer wieder aufs Neue überraschte. Wir bedanken uns für die wunderbare, unvergessliche Zeit mit Euch und hoffen, in diesen unruhigen Zeiten mit unserem frechen Plädoyer für die Freundschaft und den Wert der Vielfalt ein leises und buntes Zeichen gesetzt zu haben."
Nicht verschwiegen werden soll aber, dass das Weihnachtsmärchen oft auch einen echten Kraftakt für die Schauspielerinnen und Schauspieler darstellt. Es gab Tage, an denen das Stück gleich dreimal (!) gespielt wurde - und es gab Wochenenden, an denen es insgesamt fünfmal binnen zwei Tagen gespielt wurde.
Aber: Der Einsatz hat sich gelohnt, wie sich an den vielen glücklichen Gesichtern im Publikum gezeigt hat.
“„Die Zuschauer haben uns die Karten dieses Jahr wirklich aus den Händen gerissen.“
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Anne Gladitz von der Öffentlichkeitsabteilung des Landestheaters sagt auf Anfrage: „Die Nachfrage und die Auslastung sind beim Weihnachtsmärchen jedes Jahr sehr, sehr gut. Das Besondere dieses Jahr war, dass den Zuschauern die Inszenierung ausgesprochen gut gefallen hst und wir ausschließlich begeistertes Feedback aus allen Altersklassen erhalten haben!" Eine Mitarbeiterin an der Kasse habe außerdem gesagt: „Die Zuschauer haben uns die Karten dieses Jahr wirklich aus den Händen gerissen.“
Diese Geste geht ans Herz!
Und dann war da noch diese schöne Begebenheit: Auch diesmal gab es begleitend zum Weihnachtsmärchen einen Malwettbewerb. Auch die neunjährige Valeria nahm daran teil und schrieb folgende Worte unter ihr Bild: „Wie die Wurzeln von den Bäumen halten wir zusammen.“ Dem verantwortlichen Bühnenbildner Marvin Ott gefiel dieser Satz so gut, dass er ihn auf den Regenbogenvorhang projizierte.
Das Team vom „Zauberer von Oz“
Verantwortlich für den riesigen Erfolg waren Schauspieldirektor Matthias Straub, der Regie führte, sowie Marvin Ott (Bühne), Juliane Längin (Kostüme), Fernand Kenzler / Retox Studio (Musik), Celine Pulina und Taina Roma (Theaterpädagogik), Cosma Corona Hahne (Dramaturgie), Thilo Schneider (Lichtregie) sowie natürlich die Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Besetzung war wie folgt:
Dorothy: Milena Weber
Tante Em, gute Hexe des Nordens: Marina Schmitz
Onkel Henry, böse Hexe des Westens, Zauberer: Tobias Bode
Vogelscheuche: Nils Svenja Thomas
Blechmann: Hans Ehlers
Löwe: Florian Graf
Ausblick: Am kommenden Samstag (20. Januar) feiert im Globe Coburg das Dürrenmatt-Stück „Die Physiker“ seine Premiere.
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