Der Fußball, so heißt es, schreibt noch immer die schönsten Geschichten. Zum Beispiel diese: Traoré Abdel Manaf wohnt in Togo. 2007 verfolgte er im Fernsehen, wie der 1. FC Nürnberg deutscher Pokalsieger wurde. Seit diesem Zeitpunkt ist „Herr Traroré“, wie er gerne auch genannt wird, riesiger Fan des fränkischen Clubs. Dank sozialer Medien hat er es sogar geschafft, Kultstatus zu erlangen. Klar, wer hat schon einen Edelfan in Togo? Das alles führte nun dazu, dass in der Club-Familie Geld gesammelt wurde, um Herrn Traoré einen Traum zu erfüllen: ein Spiel des 1. FC Nürnberg live im Stadion erleben!
Stocke statt Max Morlock
Mitte August sollte es soweit sein. Doch leider gab es Probleme bei der weiten Anreise. Plötzlich saß Traoré Abdel Manaf am Flughafen in Paris fest und kam nicht weiter. Zwei Club-Fans setzten sich daraufhin ins Auto und holten ihn in Frankreich ab. Das war zwar eine tolle Aktion. Ärgerlicherweise kam Herr Traoré dadurch aber erst so spät in Nürnberg an, dass das anberaumte Zweitliga-Spiel des FCN im Max-Morlock-Stadion bereits vorbei war. In den Genuss eines Live-Spiels sollte der Mann aus Togo ein paar tage später aber trotzdem noch kommen. Denn Franz Hochreiner, Coburger Club-Fan und Torwart-Trainer im NLZ des FC Coburg, organisierte einen Besuch des Derbys FC Coburg gegen Bayern Hof im Stocke-Stadion. Herr Traoré bekam außerdem ein Trikot des FC Coburg überreicht.
So kommt es, dass der Kult-Fan aus Togo in den sozialen Medien jetzt abwechselnd in und mit verschiedenen Trikots zu sehen ist: mal im Club-Trikot, mal im Trikot des befreundeten FC Schalke – und auch mal mit einem Trikot des Bayernligisten FC Coburg.
Lesen Sie auch:














