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Vesteblick
Gemischte Gefühle in Coburg
Oliver Schmidt
Oliver Schmidt // Coburger Tageblatt
Coburg – Die Vorfreude auf den neuen TK Maxx in Coburg ist groß. Doch das Aus für den Kaufhof sorgt auch für Schmerzen – vor allem bei den Mitarbeitern, die sich plötzlich vor Kunden kaum retten können.

Freud’ und Leid liegen bekanntlich sehr oft nah beieinander. Was die Geschäftswelt in der Coburger Innenstadt betrifft, sind es ganz aktuell keine 300 Meter.

An diesem Donnerstag, 9.30 Uhr, eröffnet in der Spitalgasse das Warenhaus TK Maxx. Die Vorfreude ist groß, und zwar bei vielen Beteiligten. Rund 40 Menschen freuen sich, dass sie dort einen neuen Job gefunden haben. Etliche Menschen sind gespannt, was sich im breiten Sortiment alles finden lässt. Auch zahlreiche andere Geschäftsleute sind erwartungsvoll, weil die Innenstadt mit TK Maxx einen neuen Magneten bekommen könnte.

Überschattet wird diese Eröffnungsfreude aber von einem großen Abschiedsschmerz in knapp 300 Metern Entfernung: Der Kaufhof an der Ecke Mohrenstraße/Hindenburgstraße wird zum 30. Juni für immer schließen. Zurzeit läuft der Räumungsverkauf, und der sorgt noch einmal für reichlich gemischte Gefühle. Für die letzten Wochen wurde sogar noch einmal Hilfspersonal für die Kasse gesucht. Aber nicht etwa, weil von der eigentlichen Belegschaft viele bereits aufgehört und einen anderen Job angetreten hätten.

Riesige Schlange vor der Kasse

Nein, Hintergrund war, dass es beim Räumungsverkauf von derart großen Geschäften erfahrungsgemäß immer zu einem riesigen Ansturm kommt. Am vergangenen Samstag etwa bildete sich vor der Kaufhof-Kasse im Erdgeschoss eine Schlange, die bisweilen fast 50 Meter (!) lang war. Einerseits ist es den Menschen nicht zu verdenken, dass sie sich die Chance auf das eine oder andere Schnäppchen nicht entgehen lassen wollen. Andererseits wird sich so mancher Mitarbeiter bestimmt denken: „Hättet ihr doch auch schon mal früher hier vorbeigeschaut…“

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