Manch einer kennt das vielleicht von einer Party, die man trotz fortgeschrittener Stunde noch nicht verlassen möchte. „Komm, wir trinken noch einen“, heißt es dann gerne, verbunden mit der alten Binsenweisheit: „So jung kommen wir nicht mehr zusammen!“
Auf gewisse Weise neigt sich im Coburger Landestheater die „Party“ auch dem Ende. Die Sanierung, die etliche Jahre dauern wird, sollte nichts anderes bedeuten als: „Kommt, wir besuchen es noch einmal!“ Die dazu passende Binsenweisheit lautet: „So jung kommen wir darin nicht mehr zusammen.“
Das „Finale Glorioso“ ist schon ausverkauft
Am 13. Mai – also ziemlich genau in einem Monat – soll im „Großen Haus“ am Schlossplatz der letzte Vorhang fallen. Das „Finale Glorioso“ ist bereits ausverkauft. Für die sich anschließende Abschiedsparty gibt es noch Tickets – aber wer dabei sein möchte, sollte sich beeilen. Und sonst so? Nun, in den letzten vier Wochen wird noch einmal alles aufgeboten, was Theater zu bieten hat.
Verglichen mit einer Party ist das so, als ob der Gastgeber nicht nur seine komplette, reich bestückte Hausbar zur Verfügung stellt, sondern auch noch in den riesigen Weinkeller einlädt. Kleine Auswahl gefällig? Die Oper „Lucia di Lammermoor“, die Operette „Zirkusprinzessin“, das Ballett „Soulmaps“, das Schauspiel „Die Dreigroschenoper“. Als ob das nicht schon genug wäre, gibt’s als Sahnehäubchen auch noch das Song-Drama „Ewig jung“ oben drauf. Dass die Premiere am Ostersamstag mit minutenlangen „standing ovations“ bejubelt wurde, spricht sich in einer Stadt wie Coburg zum Glück schnell herum. Deshalb: Nicht zu lange zögern mit dem Kartenkauf – so jung kommen wir in „Ewig jung“ nicht mehr zusammen.
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