Die Warnung „Augen auf bei der Namenswahl!“ gilt nicht nur bei Menschen, sondern auch im Wirtschaftsleben. Als warnendes Beispiel seien die „Ein-Euro-Läden“ genannt, die ihre Produkte plötzlich für einen Euro und zehn Cent anbieten müssen. Aber wer, bitteschön, sagt „Ein-Euro-und-zehn-Shop“? Clever gelöst hat es der bekannteste Vertreter dieser Branche, der sich einfach nur „Euro-Shop“ nennt. Mit dieser allgemeinen Formulierung kann man nichts falsch machen.
Deutschland ist eine gute Wahl
Beim (vermeintlichen) 49-Euro-Ticket wurde kurz vor dem Verkaufsstart eine Korrektur vorgenommen. Es heißt jetzt „Deutschland-Ticket“ (oder kurz: „D-Ticket“). Damit bewahrt man sich vor Spott und Hohn, wenn der Preis doch mal angehoben werden muss. Ein 49-Euro-Ticket, das 55 Euro kostet, wäre wirklich albern. Da ist „Deutschland“, so staatstragend es auch sein mag, auf jeden Fall die unverbindlichere Variante.
Damit zum Globe in Coburg: Gesucht wird immer noch ein Name für den dortigen Platz. Viele Ideen gibt es, vornehmlich mit Bezug zum Theater. Spötter sagen angesichts der Kosten, dass auch „Platz der 30 Millionen Euro“ passen würde. Doch mal davon abgesehen, dass die Kosten noch steigen könnten: Vielleicht wäre etwas Unverbindliches besser. Zumal das Globe nicht nur fürs Theater genutzt werden wird. Eine Tageblatt-Leserin hat jetzt „Platz an der Itz“ vorgeschlagen. Das würde auch bei der Orientierung helfen. So, wie das „Deutschland-Ticket“ verdeutlicht, dass es nicht auch in Österreich gilt. Apropos: In Österreich gibt’s den Online-Anbieter „1-Euro-Shop“, der derzeit damit wirbt, vieles bereits ab 75 Cent anzubieten. Bisschen albern, oder?
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