Update vom 23. Januar, 14.15 Uhr:
Eklat bei Vereidigung von neuem AfD-Stadtrat
Bei der Vereidigung des neuen Coburger AfD-Stadtrats ist es am Donnerstag zu einem Eklat gekommen. Gleich mehrere Mitglieder von „Pro Coburg“ und Grünen verließen unmittelbar vor der Vereidigung aus Protest den Sitzungssaal.
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Hier der ursprüngliche Text vom 23. Januar, 12 Uhr:
AfD-Nachrücker: Drei können nicht, fünf wollen nicht
Michael Gebhardt soll an diesem Donnerstag (23. Januar) als neues Mitglied des Coburger Stadtrats vereidigt werden. Der 61-jährige ist als Nachfolger von Annett Dingethal auserkoren, die aus Coburg wegzieht und deshalb nicht weiter dem Gremium angehören kann und darf.
Dass ausgerechnet Michael Gebhardt nun zum Nachrücker werden soll, hat mit einer reichlich kuriosen Situation zu tun. Denn nach Dingethal wäre er eigentlich erst der neunte (!) Nachrücker gewesen. Aber: Die acht Personen, die bei der Kommunalwahl 2020 vor ihm auf der AfD-Liste gelandet sind, hatten ein Nachrücken abgelehnt beziehungsweise ablehnen müssen.
AfD erstmals im Coburger Stadtrat
Zur Erinnerung: Die AfD hatte bei der letzten Kommunalwahl erstmals einen Sitz im Coburger Stadtrat ergattert. Dieser ging an Axel Wehrmeister, der auf der AfD-Liste bis auf Platz 1 nach vorne gewählt worden war.
Gesundheitliche Gründe
Ende 2020 legt Axel Wehrmeister sein Stadtratsmandat aus gesundheitlichen Gründen nieder, und Annett Dingethal rückte für ihn in das Gremium nach. Annett Dingethal war als Spitzenkandidatin der AfD angetreten, hatte dann aber knapp hinter Axel Wehrmeister nur Platz 2 erreicht.
Martin Böhm kann nicht nachrücken
Weil jetzt auch Anette Dingethal aufhört, wäre eigentlich der Kandidat nachgerückt, der auf Platz 3 gelandet ist: Martin Böhm. Doch als Lebensgefährte von Annett Dingethal wird auch der AfD-Landtagsabgeordnete bald nicht mehr in Coburg wohnen und darf deshalb nicht nachrücken.
Aus Coburg weggezogen
Bereits vor geraumer Zeit waren Petra Döll (Listenplatz 4) und Thomas Döll (Listenplatz 5) aus Coburg weggezogen. Sprich: Auch sie konnten und durften nicht nachrücken.
Persönliche Gründe
Daraufhin wurden die weiteren möglichen Listennachfolger*innen Elke Wehrmeister (Platz 6), Heidi Oberrecht (Platz 7), Detlev Rose (Platz 8), Felix Oberrecht (Platz 9) und Sonja Liebing (Platz 10) angefragt. Doch alle Fünf erklärten, dass sie aus persönlichen Gründen nicht in den Stadtrat nachrücken wollen – obwohl sie ja noch 2020 für den Stadtrat kandidiert hatten.
Weg für Gebhardt ist frei
So ist nun der Weg frei für Michael Gebhardt, der bei der Kommunalwahl auf Platz 11 der AfD-Liste gelandet ist.
Die Sitzung des Coburger Stadtrats beginnt am Donnerstag um 14 Uhr im Saal des Rathauses.
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