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Kommunalwahl 2026
Stellvertretender Landrat als OB-Kandidat in Coburg?
Christian Gunsenheimer ist Kreisvorsitzender der Freien Wähler und hat sich bislang ausschließlich im Landkreis Coburg politisch engagiert.
Christian Gunsenheimer ist Kreisvorsitzender der Freien Wähler und hat sich bislang ausschließlich im Landkreis Coburg politisch engagiert. // Monika Schütz
Coburg – Die Gerüchteküche brodelt: René Boldt (bis vor kurzem CSU) und Christian Müller (aktuell noch CSB) könnten in Coburg die „Freien Wähler“ neu gründen. Vielleicht gelingt ihnen noch ein besonderer Coup.

Offiziell sagen will Christian Gunsenheimer zum jetzigen Zeitpunkt nichts. Gar nichts. Doch gerade das lässt sehr viel Raum für Spekulationen: Bastelt der Kreisvorsitzende der Freien Wähler (FW), ehemalige Bürgermeister von Weitramsdorf und aktuell stellvertretender Landrat an einer neuen politischen Karriere? Und könnte die sich künftig nicht mehr im Landkreis, sondern in der Stadt Coburg abspielen?

Die Geschichte der Freien Wähler in Coburg

Rückblick: Die Freien Wähler waren über Jahrzehnte eine feste Größe in der Kommunalpolitik in Coburg. Doch 2012 kam es zum Bruch. Aus Protest gegen die bundesweiten Expansionspläne von Hubert Aiwanger traten die Coburger Freien Wähler aus dem FW-Landesverband aus und nannten sich um in „Pro Coburg“.

Comeback der Freien Wähler in Coburg?

Dass Coburg seitdem auf der bayerischen FW-Landkarte ein weißer Fleck ist, ärgert allen voran den FW-Kreisvorsitzenden Christian Gunsenheimer. Ebenso dürfte sich Gunsenheimer aber am meisten darüber gefreut haben, als jetzt Gerüchte über eine Neugründung der FW in Coburg aufkamen. Maßgebliche Kräfte hinter diesem möglichen Comeback sollen die beiden Stadträte René Boldt und Christian Müller sein. Boldt war bis vor kurzem in der CSU, Müller ist derzeit noch bei den Christlich-Sozialen Bürgern (CSB), die sich aber mangels Mitglieder wohl auflösen dürften.

Hat Gunsenheimer jetzt Lust auf die Stadt?

In die Gespräche über eine Neugründung der FW in Coburg muss zwangsläufig auch der FW-Kreisvorsitzende eingebunden sein. Vielleicht hat Christian Gunsenheimer bei dieser Gelegenheit ja Lust bekommen auf einen politischen Wechsel nach Coburg.

Christian Gunsenheimer ist stellvertretender Landrat des Landkreises Coburg.
Christian Gunsenheimer ist stellvertretender Landrat des Landkreises Coburg. // Foto: Korwisi

Stadtrat in Coburg: Zweitwohnsitz wäre ausreichend

Wichtig in diesem Zusammenhang: Man kann Oberbürgermeister einer Stadt sein, ohne in dieser Stadt zu wohnen. Bei der Annahme von Stadtratsmandaten war die Regelung bislang etwas strenger, wurde jetzt aber bayernweit gelockert. Demnach wäre der in Weitramsdorf wohnende Christian Gunsenheimer berechtigt, Stadtrat in Coburg zu werden, sobald er einen Zweitwohnsitz in Coburg nachweisen kann. Ob er etwas Derartiges im Schilde führt? Auch dazu sagt Gunsenheimer zum jetzigen Zeitpunkt: nichts.

 

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