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Europawahl 2024
Brutaler Überfall: Kommt Matthias Ecke trotzdem nach Coburg?
Wahlplakat Matthias Ecke
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke, hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast.+++ dpa-Bildfunk +++ // Robert Michael (dpa)
Coburg – Nachdem er brutal überfallen wurde, kennt plötzlich jeder in Deutschland den sächsischen SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl. Anfang Juni hat er eigentlich einen Besuch in Coburg geplant.

Als die Coburger SPD ihre Termine für den Europawahlkampf präsentiert hat, sollen manche mit der Nase gerümpft haben: Als Gast für die große Abschlussveranstaltung am Montag, 3. Juni, wurde nicht etwa die Spitzenkandidatin Katarina Barley angekündigt, sondern der sächsische SPD-Spitzenkandidat aus dem fernen Dresden.

Überfall in Dresden

Doch seit dem vergangenen Freitag ist alles anders: Der besagte Parteigenosse wurde in Dresden brutal überfallen – und sein Name Matthias Ecke ist in Deutschland plötzlich in aller Munde.

Genesungswünsche aus Coburg für Matthias Ecke

Auch die Coburger SPD hat bereits Genesungswünsche übermittelt. Auf Facebook schrieb sie unter anderem: „Lieber Matthias, wir wünschen Dir eine gute Genesung und stehen solidarisch an Deiner Seite. Im Kampf gegen Rechtsextremismus ließen wir uns weder in Deutschlands dunkelsten Stunden noch lassen wir uns heute beirren.“

Ob Matthias Ecke bis Anfang Juni wieder gesund ist und seinen geplanten Termin in Coburg wird wahrnehmen können, ist zurzeit noch offen. Es sei auch gar nicht wichtig, das jetzt vorschnell zu klären, wie Martin Lücke am Montag im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt betonte. Martin Lücke ist der Coburger SPD-Kandidat bei der Europawahl und von Beruf Arzt. Er sagt: „Matthias soll jetzt erst einmal gesund werden und nicht gleich schon wieder mit Terminen zugeschüttet werden.“

Strenge Sicherheitsvorkehrungen?

Für den Fall, dass es am 3. Juni klappen sollte, sind Martin Lücke und seine Coburger Genossen aber bereits auf der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit. Denn es wird davon ausgegangen, dass weitere Wahlkampfauftritte von Matthias Ecke nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen werden stattfinden können. Selbst jetzt, da wohl alle vier Täter identifiziert werden konnten.

Matthias Ecke
Der Europaabgeordnete Matthias Ecke auf dem Landesparteitag der SPD Sachsen in Chemnitz, wo er wieder als Kandidat für die kommende Wahl nominiert worden ist. Nach der brutalen Attacke auf den SPD-Politiker Matthias Ecke haben die Bischöfe der beiden großen Kirchen in Sachsen Angriffe auf Wahlkämpfer verurteilt. +++ dpa-Bildfunk +++ // Heiko Rebsch (dpa)

Eingefädelt hatte den möglichen Coburg-Besuch von Matthias Ecke übrigens der Alt-Oberbürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Tessmer. Er war dem 41-Jährigen bei einer Parteiveranstaltung in Berlin über den Weg gelaufen. Er fand ihn gut und lud ihn nach Coburg ein.

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