Als die Coburger SPD ihre Termine für den Europawahlkampf präsentiert hat, sollen manche mit der Nase gerümpft haben: Als Gast für die große Abschlussveranstaltung am Montag, 3. Juni, wurde nicht etwa die Spitzenkandidatin Katarina Barley angekündigt, sondern der sächsische SPD-Spitzenkandidat aus dem fernen Dresden.
Überfall in Dresden
Doch seit dem vergangenen Freitag ist alles anders: Der besagte Parteigenosse wurde in Dresden brutal überfallen – und sein Name Matthias Ecke ist in Deutschland plötzlich in aller Munde.
Genesungswünsche aus Coburg für Matthias Ecke
Auch die Coburger SPD hat bereits Genesungswünsche übermittelt. Auf Facebook schrieb sie unter anderem: „Lieber Matthias, wir wünschen Dir eine gute Genesung und stehen solidarisch an Deiner Seite. Im Kampf gegen Rechtsextremismus ließen wir uns weder in Deutschlands dunkelsten Stunden noch lassen wir uns heute beirren.“
Ob Matthias Ecke bis Anfang Juni wieder gesund ist und seinen geplanten Termin in Coburg wird wahrnehmen können, ist zurzeit noch offen. Es sei auch gar nicht wichtig, das jetzt vorschnell zu klären, wie Martin Lücke am Montag im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt betonte. Martin Lücke ist der Coburger SPD-Kandidat bei der Europawahl und von Beruf Arzt. Er sagt: „Matthias soll jetzt erst einmal gesund werden und nicht gleich schon wieder mit Terminen zugeschüttet werden.“
Strenge Sicherheitsvorkehrungen?
Für den Fall, dass es am 3. Juni klappen sollte, sind Martin Lücke und seine Coburger Genossen aber bereits auf der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit. Denn es wird davon ausgegangen, dass weitere Wahlkampfauftritte von Matthias Ecke nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen werden stattfinden können. Selbst jetzt, da wohl alle vier Täter identifiziert werden konnten.
Eingefädelt hatte den möglichen Coburg-Besuch von Matthias Ecke übrigens der Alt-Oberbürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Tessmer. Er war dem 41-Jährigen bei einer Parteiveranstaltung in Berlin über den Weg gelaufen. Er fand ihn gut und lud ihn nach Coburg ein.
Lesen Sie auch:















