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Kommunalpolitik
Coburg: Hoffnungsträger der FDP wechselt zur CSU
Jens-Uwe Peter, Coburg
Jens-Uwe Peter hat bei der CSU eine neue politische Heimat gefunden. // ARCHIV
Coburg – Jens-Uwe Peter engagierte sich viele Jahre im Vorstand der Coburger FDP. 2021 war er sogar Direktkandidat der Liberalen bei der Bundestagswahl. Jetzt hat er eine neue politische Heimat gefunden.

Die Coburger CSU hat Verstärkung bekommen: Jens-Uwe Peter, der noch bis März 2024 der FDP angehörte, ist zu den Christsozialen gewechselt. Das bestätigte der 40-Jährige jetzt auf Anfrage des Coburger Tageblatts.

Schütze und Sänger

Jens-Uwe Peter, 1983 geboren und 2009 in die FDP eingetreten, galt bei den Liberalen in der Vestestadt durchaus als Hoffnungsträger. Außer bei der FDP, wo er bis zuletzt als Beisitzer dem im Vorstand im Kreisverband Coburg-Stadt angehörte, ist Jens-Uwe Peter auch in der Vereinswelt sehr engagiert. Er war Oberschützenmeister der Herzogstandschützen Coburg-Neuses und begleitete in dieser Funktion auch die Fusion mit der Schützengesellschaft Coburg.

Nach wie vor ist Jens-Uwe Peter Vorsitzender des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels im Fränkischen Sängerbund.

Brief an FDP-Chef Christian Lindner

Seinen Austritt aus der FDP hatte er im März 2024 ausschließlich mit seiner großen Unzufriedenheit mit der FDP-Politik auf Bundesebene begründet. In einem Brief an den Parteivorsitzenden Christian Lindner hatte Peter unter anderem geschrieben, dass er die wichtigsten Kernelemente der FDP „bis zur Unkenntlichkeit verschwimmen“ sehe. 

Unzufrieden war Jens-Uwe Peter auch mit der Flüchtlingspolitik der FDP. Er forderte ein härteres Vorgehen gegen diejenigen, „die das Recht auf Asyl missbrauchen“.

Jens-Uwe Peter, Coburg
War unzufrieden mit der Politik der Bundes-FDP: Jens-Uwe Peter ist jetzt Mitglied der CSU. // privat

Seit seinem Austritt im März verfolgt er die Bundespolitik natürlich weiter und kommt zum Ergebnis:  „Ich fühle mich in meiner Entscheidung bestätigt.“ Aktuell ärgere er sich über die Streitigkeiten der Bundesregierung über den Haushalt.

Dass er seine neue politische Heimat nun bei der CSU gefunden hat, lag für Jens-Uwe Peter relativ nahe. „Wenn man sich als Mitte-Rechts-Politiker sieht, gibt es nicht so viele Auswahlmöglichkeiten!“ Außerdem war es ihm wichtig, auch weiterhin einer Partei anzugehören, die über Beziehungen nach München und Berlin verfügt. Denn für die vielen Ideen, die er im Zusammenhang mit seinem politischen Lieblingsthema Verkehrs- und Infrastrukturpolitik hat, brauche es zur Umsetzung eben auch die Landes- und die Bundespolitik.

Kandidatur bei Bundestagswahl

2021 hatte sich Jens-Uwe Peter übrigens selbst um ein Mandat im Bundestag beworben und war im Wahlkreis Coburg/Kronach als Direktkandidat der FDP angetreten. Insgesamt kam er damals auf 5,2 Prozent. Im Bereich der Stadt Coburg lag sein Ergebnis bei 7,1 Prozent (Landkreis Coburg: 5,5 Prozent; Kronach 3,8 Prozent; Geroldsgrün 3,1 Prozent).

Coburger Stadtrat im Visier?

Die nächste Wahl, bei der er dann für die Coburger CSU antreten könnte, wäre vielleicht die Kommunalwahl mit einer Kandidatur für den Stadtrat. „Ja, die Absicht ist da“, sagt Jens-Uwe Peter, „aber das entscheiden wir zu gegebener Zeit.“

Bei der Kommunalwahl 2020 war er für die FDP auf Listenplatz 4 ins Rennen gegangen. Den Einzug in den Stadtrat verpasste er allerdings.

Coburger CSU freut sich über Peter

Auf Anfrage des Coburger Tageblatts äußerte sich am Freitag auch Maximilian Forkel, der Geschäftsführer des CSU-Kreisverbands Coburg-Stadt, zur Personalie Peter: „Es freut uns immer sehr, wenn unsere Politik Anklang findet und unsere CSU-Familie weiter wächst.“ Und: „Wir wollen nach der Kommunalwahl 2026 mehr Verantwortung in unserer Stadt übernehmen, dabei hilft uns jede Unterstützung. Jens-Uwe Peter ist sicherlich eine Bereicherung mit viel politischer Erfahrung, das freut uns natürlich noch mehr.“ 

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