Sie sollen für Sicherheit beim Feiern sorgen – doch beim ersten Anblick verursachen sie oft auch ein Gefühl der Beklemmung. Die Rede ist von Betonklötzen, wie sie neuerdings bei Großveranstaltungen auch in Coburg zu sehen sind. Die Betonklötze sollen verhindern, dass Fahrzeuge in größere Menschenmengen gelenkt werden können. In der jüngeren Vergangenheit waren ja genau auf diese Weise zahlreiche Terroranschläge in Deutschland verübt worden – zum Beispiel in Magdeburg.
Eine Alternative zu Betonklötzen sind Autos, die in möglichen Zufahrten quer gestellt werden.
Beim Marktfest, das am Dienstag zum Abschluss des diesjährigen Pfingstkongresses des Coburger Convents (CC) gefeiert wurde, gab es einen Mix der besagten Maßnahmen. In der Steingasse und in der Ketschengasse wurden Betonklötze aufgestellt.
In der Spitalgasse und in der Herrngasse standen jeweils Fahrzeuge quer.
In der Herrngasse gab es dazu noch eine pfiffige Erklärung. So hatte der Coburger Sprayer Alex folgenden Text auf zwei Banner geschrieben und diese am Fahrzeug befestigt:
Nein, ich bin nicht zu doof zum Parken!
Ich stehe hier zu Ihrer Sicherheit.
Bei Bedarf bin ich schnell weg!
Ansonsten kommt an mir keiner vorbei!
Vier Smileys mit verschiedenen Gesichtsausdrücken taten ihr übriges, um über diese Terror-Abwehrmaßnahme sehr wohl schmunzeln zu dürfen.
Obwohl das Wetter gut war, hielt sich der Besucherandrang beim Marktfest in Grenzen. Die ohnehin luftig aufgestellten Biertischgarnituren waren zu keinem Zeitpunkt voll besetzt. Die Stimmung bei den Anwesenden waren dennoch gelassen bis heiter.
Der Musikverein Beiersdorf spielte zünftig auf, und nach vier Tagen CC-Pfingstkongress wurde ein letztes Mal gemeinsam angestoßen.

















