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Buch über NS-Zeit erscheint
„Coburg voran!“ kommt bald in den Handel
Buch Coburg voran über Nazi-Geschichte kommt in den Handel
Am 30. November soll das Buch zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Coburgs erscheinen. // Screenshot CT
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Coburg – Neun Jahre hat es gedauert, vom ersten Anstoß bis zum Erscheinen. Jetzt kommt das Buch über die NS-Vergangenheit von Coburg in die Läden.

„Coburg voran!“- Mechanismen der Macht – Herrschen und Leben in der „ersten nationalsozialistischen Stadt Deutschlands“ wurde schon mehrfach ausführlich angekündigt. Am 30. November soll es nun erscheinen und auch in den Coburger Buchhandlungen zu kaufen sein.

Das Werk ist 824 Seiten stark, hat 48 Abbildungen und soll 29,95 Euro kosten (ISBN 978-3-7954-3945-3). Es sei die „erstmalige strukturelle Gesamtdarstellung der NS-Vergangenheit der Stadt Coburg“, teilt Gert Melville im Vorfeld mit. Das Buch erscheint im Verlag Schnell&Steiner (Regensburg). Melville ist Sprecher der wissenschaftlichen Begleitkommission zur Erforschung der NS-Zeit in Coburg. 

Coburg stellt sich seiner Vergangenheit
Dr. Eva Karl im Gespräch mit Prof. Dr. Gert Melville, dem Leiter der vom Coburger Stadtrat beauftragten Historikerkommission. // Foto: Oliver Schmidt

Die Autorin Dr. Eva Karl hatte bereits im Mai erste Themen vorgestellt, die das Werk beleuchtet. Die Historikerin hat die Umstände untersucht, die von Liberalismus zu Nationalismus geführt haben, hat die Rolle des Landestheaters, des Herzoghauses oder den Einfluss der Bürgermeisterwahl 1924 dabei unter die Lupe genommen. 

Karl hatte aber bereits bei der Präsentation des Manuskriptes im Mai im Rathaus gesagt, es sei in ihrer Arbeit nicht darum gegangen, juristische Anklagen oder Freisprüche zu formulieren. Auch die Frage nach Schuld habe sich erst einmal nicht gestellt. Stattdessen hätten Handlungsräume, Routinen, Rituale und Kommunikationsmuster im Fokus gestanden, welche die Essenz der nationalsozialistischen Gesellschaft im Coburg der späten 1920er Jahre ausmachten. 

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Unser aller gemeinsamer Wunsch ist es nun, dass dieses Buch alle Coburgerinnen und Coburger erreicht. Dass es in jedem Haushalt zu finden ist. Dass jeder zumindest einmal hineinliest: Denn nur wer seine Geschichte kennt, kann aus ihr lernen.

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Dominik Sauerteig Oberbürgermeister Coburg

Das Buch enthält auch ein Geleitwort von Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. Er hebt darin hervor, dass sich sein Amtsvorgänger Norbert Tessmer lange und stark persönlich für die Aufarbeitung der Coburger Geschichte im Nationalsozialismus eingesetzt hat. „Unser aller gemeinsamer Wunsch ist es nun, dass dieses Buch alle Coburgerinnen und Coburger erreicht. Dass es in jedem Haushalt zu finden ist. Dass jeder zumindest einmal hineinliest: Denn nur wer seine Geschichte kennt, kann aus ihr lernen.“

Die Stadt Coburg hatte im November bei mehreren Gelegenheiten der zum Gedenken an die NS-Zeit aufgerufen, unter anderem am Jahrestag der Pogromnacht am 9. November. Zur Erinnerung und Information stehen noch bis Ende des Monats Informationstafeln auf dem Marktplatz und dem Ilse-Kohn-Platz. Am Donnerstag, dem 21. November, wurden in der Stadt neue Stolpersteine zur Erinnerung an einzelne NS-Opfer verlegt. 

 

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