Alle Jahre wieder: Rund um den Goldbergsee sind jetzt erneut Warnschilder aufgestellt worden. „Vorsicht Blaualgen – Wasserkontakt meiden“, ist darauf zu lesen. Überraschend kommt das nicht, wie Hans-Joachim Rost vom Wasserwirtschaftsamt Hof erklärt. Denn der Goldbergsee sei gleich aus mehreren Gründen besonders anfällig für Blaualgen.
Problem liegt im Untergrund
Das Gelände, auf dem der See einst als Hochwasserrückhaltebecken errichtet worden ist, wurde früher jahrzehntelang landwirtschaftlich genutzt. Das bedeutet, dass im Boden noch immer allerhand Phosphate schlummern. Dadurch ist auch das Wasser sehr nährstoffreich, was eine Algenbildung grundsätzlich begünstigt. Zumal im Goldbergsee während der Sommermonate kaum ein Wasserdurchlauf erfolgt. Die kleine Sulz sorgt ja fast ausschließlich im Frühjahr für ordentliche Mengen an Frischwasser, wenn sie die Schneeschmelze aus Thüringen abbekommt.
Als weiteren Grund nennt Hans-Joachim Rost aber auch die extreme Hitze dieses Jahr: „Am Goldbergsee gibt es so gut wie keine Beschattung!“ Deshalb erwärme sich das Wasser sehr schnell. Ergebnis: „Blaualgen gibt es zwar eigentlich jedes Jahr – aber heuer sind es besonders viele!“
Der Kontakt mit Blaualgen ist in den meisten Fällen vor allem schmerzhaft: Hautreizungen sowie Unwohlsein, das bis zum Erbrechen führt, können die Folge sein.
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