Krummholz
Coburger Metallbauer kehrt zurück zur 5-Tage-Woche
Innungsobermeister Oliver Krummholz geht in seinem Betrieb auf die 5-Tage-Woche zurück.
Innungsobermeister Oliver Krummholz geht in seinem Betrieb auf die 5-Tage-Woche zurück.
Christiane Lehmann
Christiane Lehmann von Christiane Lehmann Coburger Tageblatt
Coburg – Der Versuch ist gescheitert. Der Coburger Metallbauer Krummholz beendet die 4-Tage-Woche. Die Mitarbeiter waren zu stark belastet.

Das Stahl- und Metallbauunternehmen Krummholz arbeitet seit Anfang des Jahres wieder an fünf Tagen in der Woche. Ein halbes Jahr lang hatte der Handwerksbetrieb ein neues Arbeitszeit-Modell mit vier Tagen pro Woche getestet. „Doch nach der halbjährigen Praxis haben unsere Mitarbeiter festgestellt, dass den Vorteilen auch erhebliche Nachteile gegenüberstehen“, sagt der Chef Oliver Krummholz. Die Arbeiten in der Metallbranche seien körperlich so anstrengend, weshalb es – anders als in anderen Branchen – eher schwierig sei, die 4-Tage-Woche mit verlängerten Arbeitstagen umzusetzen.

„Wir haben daraus den guten Schluss gezogen, dass es für unser Team doch einfacher ist, die Arbeitszeit auf fünf Tage zu verteilen“, schreibt er auf seiner Internetseite. Einer der Kollegen hätte gerne die 4-Tage-Woche behalten, zwei enthielten sich der Abstimmung, die anderen freuen sich über die Entscheidung, wieder an fünf Tagen zu arbeiten.

Oliver Krummholz, auch Innungsobermeister, hatte sich für ein Arbeitszeitmodell entschieden, bei dem in jeder geraden Kalenderwoche der Freitag für seine Mitarbeiter frei ist. Dafür begannen sie jetzt täglich eine Viertelstunde früher. Schon um 6.45 Uhr. Auch die Mittagspause wurde verkürzt. Relativ bald war klar, dass insbesondere die älteren Mitarbeiter damit zu kämpfen hatten. Das Tageblatt berichtete.

Das neue Arbeitszeitmodell sollte Anreiz für neue Mitarbeiter sein. Doch immer noch sucht das Familienunternehmen nach Fachkräften. Aktuell ist die Stelle eines „Metallbauers Konstruktionstechnik“ ausgeschrieben. „Es hatten sich keine neuen interessierten Mitarbeiter aufgrund der Arbeitszeit gemeldet“, sagt Krummholz. Auch eine Einsparung der Energiekosten war nicht auszumachen.

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