Der Sommer kommt dieser Tage noch einmal zurück, weshalb auch die Biergartensaison 2024 eine kleine Verlängerung erhält. Doch nicht nur deshalb ist Martin Hofmann zurzeit „super glücklich“, wie er sagt. Der Wirt vom „Josiasgarten“ freut sich vor allem auch deshalb, weil in einem komplizierten Streit endlich eine Einigung erzielt werden konnte.
Zu Details, wie diese Einigung zustande kam, möchte sich Martin Hofmann zwar nicht äußern. Doch Fakt ist: Endlich darf er das Wirtschaftsgebäude nutzen, das von seinen Vorgängerinnen 2015 errichtet worden ist. Bislang war ihm das aufgrund ungeklärter Eigentumsverhältnisse nicht erlaubt gewesen.
Aus dem „Prinzengarten“ wurde wieder der „Josiasgarten“
Rückblick: Im April 2024 hatte Martin Hofmann den Zuschlag von der Stadt bekommen, neuer Wirt in Coburgs größtem Biergarten zu werden. Bereits seine erste Maßnahme stieß in Coburg auf große Zustimmung. So kehrte er zum alten Namen „Josiasgarten“ zurück; unter den bisherigen Pächterinnen hieß der Biergarten im Herzen der Stadt „Prinzengarten“.
Diese bisherigen Pächterinnen waren es auch, die 2015 ein Wirtschaftsgebäude errichteten. Als Ende 2023 ihr insgesamt zehnjähriger Pachtvertrag auslief, wollten sie dieses Wirtschaftsgebäude vom neuen Pächter – also von Martin Hofmann – abgelöst haben.
Doch wie zu hören war, verlangten die bisherigen Pächterrinnen als Ablöse eine Summe, die Martin Hofmann nicht zu zahlen bereit war. Es war der Beginn eines monatelangen Streits.
Zwischendurch war zu befürchten, dass aufgrund dieses Streits vorerst gar kein Biergarten-Betrieb möglich sein wird.
Doch Martin Hofmann bewies Kreativität: Er kaufte zwei Container, die er direkt vor dem Wirtschaftsgebäude aufstellte. Aus diesen Containern heraus konnte er Getränke ausschenken und Speisen verkaufen. Im Inneren mag alles etwas eng zugegangen sein. Doch die Botschaft, die Martin Hofmann aussendete, lautete natürlich: Zur Not funktioniert das hier auch ohne das Wirtschaftsgebäude!
Vor allem in den heißen Sommermonaten war der „Josiasgarten“ immer sehr gut besucht. Ein großer Erfolg war auch das Public Viewing zur Fußball-EM im Juni und Juli.
Nach Tageblatt-Informationen wurde parallel aber immer noch weiter gearbeitet an einer wie auch immer gearteten Lösung für das Wirtschaftsgebäude. Auch die Stadt Coburg als Eigentümerin des Areals soll in diese Bemühungen stark eingebunden gewesen sein.
Nun also, kurz vor dem Ende der diesjährigen Biergartensaison, ist es tatsächlich zu einer Einigung gekommen. „Wir sind bereits am Einräumen“, sagte Martin Hofmann am Dienstag dem Coburger Tageblatt.
Sobald alles eingeräumt ist, können die Container verschwinden – und im eigentlichen Biergartenbereich stehen wieder einige Quadratmeter mehr zur Verfügung.
Event im Winter geplant
Die schicken Container möchte Martin Hofmann künftig sowohl vermieten als auch für eigene Events nutzen. Eines dieser „Events“ wird übrigens während der Wintermonate im Josiasgarten stattfinden. Auch hier will Martin Hofmann (noch) keine Details verraten. Er sagt aber, dass es sich keinesfalls um eine Konkurrenz zum Coburger Weihnachtsmarkt handeln werde.
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