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Josiasgarten
Endlich eine Einigung im Coburger Biergarten-Streit
Coburgs größter Biergarten
In seiner ersten Saison als Wirt des Josisasgartens musste sich Martin Hofmann mit einer Container-Lösung behelfen. Das eigentliche Wirtschaftsgebäude durfte er aufgrund komplizierter beziehungsweise ungeklärter Eigentumsverhältnisse nicht nutzen. // Oliver Schmidt
Coburg – Martin Hofmann, Wirt von Coburgs größtem Biergarten, ist „super glücklich“: Endlich darf er das Wirtschaftsgebäude nutzen. Monatelang gab es schwierige Verhandlungen mit den bisherigen Pächterinnen.

Der Sommer kommt dieser Tage noch einmal zurück, weshalb auch die Biergartensaison 2024 eine kleine Verlängerung erhält. Doch nicht nur deshalb ist Martin Hofmann zurzeit  „super glücklich“, wie er sagt. Der Wirt vom  „Josiasgarten“ freut sich vor allem auch deshalb, weil in einem komplizierten Streit endlich eine Einigung erzielt werden konnte.

Coburgs größter Biergarten
In seiner ersten Saison als Wirt des Josisasgartens musste sich Martin Hofmann mit einer Container-Lösung behelfen. // Oliver Schmidt

Zu Details, wie diese Einigung zustande kam, möchte sich Martin Hofmann zwar nicht äußern. Doch Fakt ist:  Endlich darf er das Wirtschaftsgebäude nutzen, das von seinen Vorgängerinnen 2015 errichtet worden ist. Bislang war ihm das aufgrund ungeklärter Eigentumsverhältnisse nicht erlaubt gewesen. 

Aus dem „Prinzengarten“ wurde wieder der „Josiasgarten“

Rückblick: Im April 2024 hatte Martin Hofmann den Zuschlag von der Stadt bekommen, neuer Wirt in Coburgs größtem Biergarten zu werden. Bereits seine erste Maßnahme stieß in Coburg auf große Zustimmung. So kehrte er zum alten Namen „Josiasgarten“ zurück; unter den bisherigen Pächterinnen hieß der Biergarten im Herzen der Stadt „Prinzengarten“.

Diese bisherigen Pächterinnen waren es auch, die 2015 ein Wirtschaftsgebäude errichteten. Als Ende 2023 ihr insgesamt zehnjähriger Pachtvertrag auslief, wollten sie dieses Wirtschaftsgebäude vom neuen Pächter – also von Martin Hofmann – abgelöst haben.

Biergarten in Coburg
Auf diesem Archivfoto aus dem Februar 2024 ist das Wirtschaftsgebäude gut zu erkennen. Es war 2015 von den damaligen Pächterinnen des Biergartens errichtet worden. // Foto: Oliver Schmidt

Doch wie zu hören war, verlangten die bisherigen Pächterrinnen als Ablöse eine Summe, die Martin Hofmann nicht zu zahlen bereit war. Es war der Beginn eines monatelangen Streits.

Zwischendurch war zu befürchten, dass aufgrund dieses Streits vorerst gar kein Biergarten-Betrieb möglich sein wird.

Doch Martin Hofmann bewies Kreativität: Er kaufte zwei Container, die er direkt vor dem Wirtschaftsgebäude aufstellte. Aus diesen Containern heraus konnte er Getränke ausschenken und Speisen verkaufen. Im Inneren mag alles etwas eng zugegangen sein. Doch die Botschaft, die Martin Hofmann aussendete, lautete natürlich: Zur Not funktioniert das hier auch ohne das Wirtschaftsgebäude!

Josiasgarten Coburg
Beim Blick durch die Container ist noch der alte Schriftzug „Prinzengarten“ am Wirtschaftsgebäude zu sehen. // Oliver Schmidt

Vor allem in den heißen Sommermonaten war der „Josiasgarten“ immer sehr gut besucht.  Ein großer Erfolg war auch das Public Viewing zur Fußball-EM im Juni und Juli.

Nach Tageblatt-Informationen wurde parallel aber immer noch weiter gearbeitet an einer wie auch immer gearteten Lösung für das Wirtschaftsgebäude. Auch die Stadt Coburg als Eigentümerin des Areals soll in diese Bemühungen stark eingebunden gewesen sein.

Josisasgarten Coburg
Auf diesem Foto ist gut zu erkennen, wie sich Martin Hofmann bislang beholfen hat: Vor dem eigentlichen Wirtschaftsgebäude hat er eine Container-Zelt-Konstruktion errichtet. // Oliver Schmidt

Nun also, kurz vor dem Ende der diesjährigen Biergartensaison, ist es tatsächlich zu einer Einigung gekommen. „Wir sind bereits am Einräumen“, sagte Martin Hofmann am Dienstag dem Coburger Tageblatt.

Sobald alles eingeräumt ist, können die Container verschwinden – und im eigentlichen Biergartenbereich stehen wieder einige Quadratmeter mehr zur Verfügung.

Event im Winter geplant

Die schicken Container möchte Martin Hofmann künftig sowohl vermieten als auch für eigene Events nutzen. Eines dieser „Events“ wird übrigens während der Wintermonate im Josiasgarten stattfinden. Auch hier will Martin Hofmann (noch) keine Details verraten. Er sagt aber, dass es sich keinesfalls um eine Konkurrenz zum Coburger Weihnachtsmarkt handeln werde.

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