Das Rätselraten hat ein Ende: Der Coburger Gastronom Martin Hofmann („Hanskaschber“) übernimmt den ehemaligen Highlander. Im Sommer soll Eröffnung sein. Das neue Konzept will der 35-Jährige noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird ein Restaurant mit Cocktailbar werden. Die Küche bekommt einen Eventcharakter und der Biergarten soll mit einem neuen Lichtkonzept ausgestattet werden.
Blick nach vorne
„Wir sind sehr froh, dass sich alles so gefügt hat“, sagen die Vermieter Cengiz und Julia Kurt. Die Kündigung des langjährigen Betreibers John Holmes hatte für viel Furore gesorgt und war letztendlich vor Gericht gelandet.
„Wir blicken nach vorne, nicht zurück“, sagt Kurt und freut sich, dass Martin Hofmann auf ihn zugekommen ist. Es sei gar nicht so einfach gewesen, den richtigen Wirt dafür zu finden. Doch mit Hofmann habe man einen erfahrenen Mann, der – genau wie Familie Kurt – viel Wert auf Qualität legt. Das betrifft sowohl die Speisen und Getränke als auch die Ausstattung.
„Wir freuen uns auf neuen frischen Wind und frische Farbe im Gewölbe. Wir blicken nach vorn und sind froh, dass sich alles so toll gefügt hat.“
Cengiz Kurt
Respekt vorm „John“
Auch aus Respekt vor John Holmes, der den Highlander 25 Jahre geführt hat, soll sich das neue Konzept vom alten sehr unterscheiden. „Den Highlander kann man nicht kopieren“, sagt Hofmann.
So wird das Gewölbe und das „Bernsteinzimmer“ einen frischen hellen Anstrich bekommen. Die Küche wird komplett saniert und mit einer neuen Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet.
Mit den Umbauarbeiten wird dieser Tage begonnen. Es gab bereits erste Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde, weil auch die Fassade neu gestrichen werden soll.
„Unser Ziel ist die Eröffnung vor dem Sambafest. Soviel kann ich verraten: Der Biergarten wird neu ins Licht gesetzt. “
Martin Hofmann
Umbau beginnt
Dadurch, dass Holmes so viel zurück gebaut hat, kann schnellstmöglich losgelegt werden. Wände, Böden, Toilettenanlagen und Lagerräume werden erneuert.
„Es wird ein komplett neuer Look sein, mit dem wir unsere Gäste überraschen wollen“, sagt Hofmann, der zwei Straßenzüge weiter das Burgerlokal „Hanskaschber“ betreibt. Aber auch davon soll sich das Restaurant in der Steingasse 11 unterscheiden. Den neuen Name will er noch nicht verraten.
Der Biergarten im Innenhof zählt schon jetzt den attraktivsten in Coburg. Hofmann möchte mit einem neuen Beleuchtungskonzept und viel Deko den Außenbereich zu einem „besonderen Highlight“ machen.
Personal steht schon
Übrigens, um Personal macht sich Hofmann keine Sorgen. „Die Mannschaft steht schon“, sagt er. „Ich bezahle über dem Mindestlohn und sorge für guten Benefit für meine Mitarbeiter. “
Jede Krise berge auch Chancen, sagt der leidenschaftliche Gastronom, der stets positiv nach vorne blickt. Die Zeiten seien extrem – gerade was Kostensteigerungen betreffe – aber jeder müsse schauen, was er selbst tun kann.
Der neue Wirt mit bekanntem Gesicht
Martin Hofmann (35) ist gelernter Werkzeugmechaniker. Früher war er als DJ viel unterwegs. „
Bei vielen Veranstaltungen dachte ich mir, das könnte liebevoller gemacht werden“, sagt er. Genau das war seine Motivation, sich als Gastronom selbstständig zu machen.
Er übernahm den „Goldenen Stern“ in Ebersdorf, wo er im Saal und im Biergarten größere Veranstaltungen durchführen konnte.
In Coburg kennt man ihn auch als Clubbesitzer. Für ein paar Jahre betrieb er den „Club Paia“ im Bahnhof. Schließlich übernahm er die „Kostbar“. Seither heißt sie „Heimatliebe“. 2018 eröffnete Hofmann das Burgerlokal „Hanskaschber“ in Coburg und 2019 in Schweinfurt. Seit 2021 gibt es einen „Hanskaschber“ auch in Bayreuth - ebenso den dortigen Stadtstrand. Die „Heimatliebe“ gab er 2020 ab.
Lesen Sie dazu auch














