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Wirtschaft
Kaufhof in Coburg: Schließung steht kurz bevor
Der Kaufhof in Coburg schließt: Plakate verkünden bereits das immer näher rückende Ende.
Der Kaufhof in Coburg schließt: Plakate verkünden bereits das immer näher rückende Ende. // Oliver Schmidt
Coburg – Das Aus für den Kaufhof in Coburg kommt noch früher als gedacht. Auf Plakaten wird bereits der Countdown der letzten 10 Tage gezählt. Der Nachmieter will im September eröffnen.

Der Räumungsverkauf läuft schon seit einigen Wochen. Denn, so hieß es bislang, am 30. Juni 2023 schließt der Kaufhof in Coburg für immer seine Türen. Jetzt allerdings wurde bekannt, dass der 30. Juni bereits jener Stichtag ist, an dem die Immobilie komplett verlassen werden soll. Der letzte Verkaufstag wird also schon deutlich früher sein.

Der Kaufhof in Coburg schließt: Letzter Verkaufstag wird nach Informationen des Coburger Tageblatts der 16. oder 17. Juni sein.
Der Kaufhof in Coburg schließt: Letzter Verkaufstag wird nach Informationen des Coburger Tageblatts der 16. oder 17. Juni sein. // Oliver Schmidt

„Nur noch 10 Tage“ – so war es auf Plakaten zu lesen, die am Montag an den Eingängen in der Mohrenstraße und in der Badergasse aufgehängt wurden. Rechnet und zählt man diesen Countdown weiter, wäre der letzte Verkaufstag der Freitag kommender Woche, 16. Juni.

„Besenreine Übergabe“

Auf Nachfrage des Coburger Tageblatts, ob dieser Termin stimmt, hält man sich bei Kaufhof bedeckt. Möglich, so ist zu erfahren, dass auch am Samstag, 17. Juni, noch einmal geöffnet wird. Das hänge auch von der Ware ab, die bis zu diesem Zeitpunkt noch vorrätig ist. Ab der 25. Kalenderwoche, die dann am Montag, 19. Juni, beginnt, werde aber definitiv geschlossen sein. Denn so leer die Regale längst auch sind: Für eine „besenreine“ Übergabe der Immobilie an den Eigentümer müssen auch noch ein paar weitere Dinge (aus-)geräumt und geregelt werden. Für diese Arbeiten werden knapp zwei Wochen einkalkuliert.

Der Kaufhof in Coburg schließt: Als Nachmieter der Immobilie steht das Modehaus Aachener bereit.
Der Kaufhof in Coburg schließt: Als Nachmieter der Immobilie steht das Modehaus Aachener bereit. // Oliver Schmidt

Das „Aus“ für den Coburger Kaufhof-Standort war von der Spitze des Galeria-Konzerns im März 2023 verkündet worden. Damals wurde ein Sanierungsplan vorgelegt, wie das in finanzielle Schieflage geratene Unternehmen gerettet werden kann. Wichtigster Bestandteil dieses Plans war die Schließung von rund einem Drittel aller Kaufhof- und Karstadt-Filialen. Für die Schließungen wurden zwei Zeitschienen festgelegt: An einigen Standorten ist bereits zum 30. Juni 2023 Schluss, an anderen zum 31. Dezember 2023.

Modekette Aachener übernimmt

Coburg wurde zwar in die frühere Zeitschiene eingeteilt, was den Schock über die Entscheidung noch zusätzlich vergrößerte. Andererseits meldete sich damals auch schon bald die Modehauskette Aachener. Diese teilte mit, mehrere Immobilien zu übernehmen, die derzeit noch von Kaufhof genutzt werden. Der Standort Coburg gehörte dazu. Ein entsprechender Mietvertrag mit dem Eigentümer wurde noch im März unterzeichnet.

Wie am Montag eine Sprecherin der in NRW angesiedelten Modekette Aachener dem Coburger Tageblatt sagte, habe sich an diesem Sachstand auch nichts geändert. „Wir übernehmen die Immobilie zum 1. Juli!“

„Aachener“: Eröffnung im September?

Weitere Details – etwa zur Anzahl der Beschäftigten – konnte die Sprecherin aber noch nicht nennen. So wird ja darüber spekuliert, dass die Modehauskette Aachener etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kaufhof-Belegschaft übernimmt.

Was die Sprecherin allerdings sagen konnte, war, dass die Immobilie nicht lange leer stehen soll. „Wir planen die Eröffnung im September 2023!“

„Aachener“ auf Expansionskurs

Die Modehauskette Aachener verfügt derzeit über acht Filialen in Deutschland, befindet sich aber stark auf Expansionskurs. So sollen außer in Coburg auch die bisherigen Galeria-Standorte in Cottbus, Nürnberg-Langwasser sowie auf der Zeil in Frankfurt übernommen werden. Die Sortimente der Modehauskette Aachener umfassen Damen- und Herrenmode sowie Wäsche im gehobenen und höheren Preissegment. In ausgewählten Bekleidungshäusern wird auch Markenmode für Kinder angeboten.

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