Update vom 28. Juni, 13.45 Uhr:
OB: Kein Spielraum für Kauf der Immobilie
Am Freitag hat sich der Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) in einer ausführlichen Stellungnahme zum „Aus“ des Kaufhauses Aachener geäußert. Unter anderem erklärt er, warum er „keinen Spielraum“ sehe, dass die Stadt Coburg die bald wieder leer stehende Immobilie kauft.
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Hier der ursprüngliche Text vom 27. Juni:
Was wird jetzt aus diesem Klotz?
Die Warenhauskette Aachener schließt alle Filialen – unter anderem in Coburg. Diese Nachricht, die am Donnerstagnachmittag vom Magazin „Textilwirtschaft“ verbreitet wurde, erreichte auch sehr schnell das Coburger Rathaus.
Stadt Coburg äußert großes Bedauern
Louay Yassin, Pressesprecher der Stadt Coburg, bezeichnete das „Aus“ für Aachener als „sehr sehr bedauerlich“. Vor allem tue es ihm um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leid, die sich in den vergangenen Monaten sehr viel Mühe gegeben hätten, damit Aachener am Standort Coburg eine Zukunft hat. Doch letztlich sei für den bundesweiten Niedergang von Kaufhausketten das Einkaufsverhalten der Bevölkerung verantwortlich. „Viele kaufen lieber auf der grünen Wiese oder im Internet.“
Was die Zukunft des Gebäudekomplexes an der Ecke Mohrenstraße/Hindenburgstraße betrifft, sicherte Louay Yassin die volle Unterstützung zu: „Natürlich wird die Stadt Coburg wieder zur Verfügung stehen für Nachfolge-Lösungen.“
Wem gehört der Gebäudekomplex?
Problem dürfte freilich sein, dass der Gebäudekomplex einem Fonds gehört. Gespräche mit den Verantwortlichen gestalteten sich in der Vergangenheit nicht immer ganz einfach.
Die Diskussion, was mit dem markanten Klotz passieren könnte, gab es in Coburg bereits: Und zwar, nachdem der Galeria-Konzern das „Aus“ für den Coburger Kaufhof verkündet hatte und noch bevor „Aachener“ als Nachmieter auftauchte.
Damals, im März 2023, schlug die Wählergemeinschaft Pro Coburgvor, dass die Stadt sich um einen Kauf der Immobilie bemühen soll. Stadtrat Thomas Apfel erklärte die Intension damals wie folgt: „Uns geht es grundsätzlich darum, dass die Stadt den Finger drauf hat.“ Denn wichtig sei, dass sich etwas tut, und nicht, dass es zu einem jahrelangen Leerstand kommt.
Als aktuelles Negativbeispiel verwies Apfel seinerzeit auf die Immobilie des ehemaligen „G-Fashion“ an der Ecke Spitalgasse/Ilse-Kohn-Platz. Dort gebe es einen Eigentümer, der offenbar gar kein so richtiges drängendes Interesse an einer baldigen Nachnutzung hat – deshalb stehe das geräumige Ladenlokal im Erdgeschoss bereits seit Oktober 2019 leer.
Kaufhof-Immobilie: Ideen für neue Nutzung
Auf die Frage, welche Nutzung sich Pro Coburg in der (ehemaligen) Kaufhof-Immobilie vorstellen könnte, sagte Thomas Apfel damals: „Einen Mix!“ Die Schaffung von innerstädtischem Wohnraum sei ebenso denkbar wie Nutzungen für Freizeit, Gastronomie und bis zu einem gewissen Teil vielleicht auch wieder für Einzelhandel. Außerdem brachte Pro Coburg den Komplex damals als möglichen Standort für eine Art Stadtmuseum oder einen Ort der Erinnerungskultur ins Gespräch.
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