Mitte Juni war Schluss für Galeria Kaufhof in Coburg. Nachdem der Galeria-Konzern beschlossen hatte, mehrere Standorte aufzugeben, befand sich auch das von der Verkaufsfläche relativ kleine Kaufhaus in der Vestestadt auf der Streichliste. Für die „Einkaufsstadt Coburg“ war das ein herber Tiefschlag. Doch plötzlich tauchte ein gewisser Friedrich-Wilhelm Göbel auf – als Retter in der Not?
Auf Expansionskurs
Friedrich-Wilhelm Göbel ist Chef des Modehauses „Aachener“, das sich seit geraumer Zeit auf einem kräftigen Expansionskurs befindet. Nachdem Göbel zuletzt schon andere Modehäuser übernommen und in Filialen von „Aachener“ umgewandelt hatte, verhandelte er im Frühjahr 2023 auch bundesweit mit den Eigentümern diverser Immobilien, die bislang von Galeria genutzt wurden.
Diese Verhandlungen waren sehr oft von Erfolg gekrönt: Aus Galeria wird „Aachener“ – zum Beispiel in Leverkusen, auf der Zeil in Frankfurt, in Saarbrücken und tatsächlich auch in Coburg.
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Dass für die Neueröffnung in Coburg ein Termin im September angepeilt wird, hatte Friedrich-Wilhelm Göbel bereits vor einigen Wochen in einem Interview mit dem Tageblatt angekündigt. Seit Dienstag wird das nun auch auf vielen Plakaten rund um die ehemalige Kaufhof-Immobilie verkündet: „September 2023 – Neueröffnung in Coburg“.
Auf Nachfrage des Coburger Tageblatts war am Dienstag aus der „Aachener“Firmenzentrale in Dortmund zu erfahren, dass es wohl auf einen Termin „Mitte oder Anfang September“ hinauslaufe – „wenn alles klappt!“ Ähnliche Zeitpläne gibt es für die Standorte Leverkusen und Zeil/Frankfurt.
Obwohl „Aachener“ das Wort „Modehaus“ im Namen führt, sind an den ehemaligen Galeria-Standorten keinesfalls reine Bekleidungsgeschäfte geplant. Die Rede ist stattdessen von „Departement Stores“, die einem klassischen Kaufhaus sehr ähneln dürften.
Nachzulesen ist das jetzt auch auf den Plakaten, die am Dienstag in Coburg an die Schaufenster geklebt wurden. Demnach werde „Aachener“ in Coburg „Top Marken“ anbieten, und zwar nicht nur in Sachen Mode (Damen, Herren, Kinder), sondern eben auch noch in folgenden Bereichen: Uhren und Schmuck, Parfümerie, Accessoires, Wäsche und Dessous, Sport, Haushaltswaren, Spielzeug, Schreibwaren und Bücher, Reisegepäck sowie Süßwaren.
70 Mitarbeiter zum Start?
Noch nicht bekannt ist, mit wie vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Aachener“ startet und inwieweit bisheriges Kaufhof-Personal übernommen wird. Im besagten Tageblatt-Interview hatte Göbel von zunächst rund 70 Vollzeitkräften gesprochen. Und: „Wir möchten möglichst viele Mitarbeiter von Galeria übernehmen.“ Auf den Plakaten ist jetzt aber auch zu lesen, dass noch für verschiedene Tätigkeiten Personal gesucht wird.
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