Bau
Das Globe wird noch teurer
Globe-Baustelle
Globe-Baustelle in Coburg am 21. Juli 2022.
Foto: Simone Bastian
Coburg – Höhere Kosten, Krisen in der Welt – das schlägt sich auch auf den Preis der neuen Spielstätte nieder.

Als der Bau des Globe beschlossen wurde, lag die Kostenschätzung für Bau, Nebengebäude und Umfeld bei 29,4 Millionen Euro. Das war im Mai 2019. In der Zwischenzeit hielt die Corona-Pandemie die Welt in Atem, stiegen die Baukosten, begann ein Krieg in der Ukraine. Die Zahl aus dem Jahr 2019 gilt deshalb schon lange nicht mehr: Im Mai 2020 war von 32,8 Millionen Euro die Rede. 
Inzwischen steht das Rundtheater am Güterbahnhof, der Innenausbau läuft, und die Verwaltung hat auf Basis der bisherigen Rechnungen und Ausschreibungen die Kosten erneut fortgeschrieben: 35,5 Millionen sind es, Stand Mai 2022.  Allein beim Globe mit den drei Nebengebäuden vollzog sich eine Kostensteigerung von 21,9 Millionen Euro (2018) auf nunmehr 26,9 Millionen Euro. Eine Ursache, laut Hochbauamtsleiter Peter Cosack: Die Planungskosten. Denn viele Details waren 2018 noch gar nicht geplant; außerdem wurden zusätzliche Sachverständige und Gutachter zugezogen. 

Itz-Ufer-Gestaltung mal drin, mal draußen

Einige Kostengruppen wie Vermessungsgebühren kamen neu mit hinein, dafür fiel „Erlebbarkeit der Itz“ heraus. Die war mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Andreas Engel (CSU/JC) wollte Cosacks Aussage, dass die Baukosten eigentlich moderat gestiegen seien, deshalb so nicht stehen lassen. Würde man die „Erlebbarkeit der Itz“ von Anfang an streichen, habe sich das Globe-Projekt seit der ersten Schätzung 2018 um rund 8 Millionen Euro verteuert, sagte er. 
Die „Erlebbarkeit der Itz“ wird übrigens an anderer Stelle als Kostenblock auftauchen: Die Planung der Freianlagen wird neu vergeben.  

Lesen Sie auch: