Die Coburger Innenstadt ist und bleibt ein dynamischer Ort. Zwar gibt es noch immer den einen oder anderen Leerstand, doch zugleich machen zahlreiche Neueröffnungen auch Hoffnung auf eine gute Zukunft. Hier haben wir einige besonders spannende Veränderungen zusammengefasst.
1. Lolas Welt ist jetzt zum Greifen nah
2. Ein Nachmieter für die „Zeitreise“
3. Secondo Engelservice jetzt in der Herrngasse
4. Im ehemaligen „Tie“ tut sich was
5. Unsere Kneipe hat geschlossen
1. Lolas Welt ist jetzt zum Greifen nah
Ihre selbstgemachten Papeterie-Artikel hat Lorena Holland bislang nur über einen Online-Shop verkauft. „Bei handgemachten Dingen ist es aber eigentlich schöner, sie vor dem Kauf anfassen zu können“, sagt die Coburgerin. Im vergangenen Jahr nahm sie am Gründerwettbewerb „Ladenstarter“ teil, den die Projektgruppe „Die Stadtmacher“ in Coburg ausgelobt hatte. Prompt belegte Lorena Holland, Spitzname „Lola“, den zweiten Platz.
Im Baderhof fündig geworden
Nachdem sie die eine oder andere Hilfestellung bekommen hat, ist sie jetzt auch bei der Suche nach dem – hoffentlich – passenden Laden fündig geworden. In der Badergasse 8 („Baderhof“) ist „Lolas Welt“ jetzt sozusagen zum Greifen nah.
Das Sortiment umfasst zum Beispiel handgemalte Grußkarten für alle Anlässe, Kalender, Gutscheine, Monatsplaner sowie Holz- und Geschenkartikel.
Weil Lorena Holland noch einen Teilzeitjob hat, kann sie den Laden in der Badergasse vorerst nur freitags (10 bis 17 Uhr) und samstags (10 bis 15 Uhr) öffnen. Aber: Sie möchte sich im Laden auch noch einen kleinen Werkstattbereich schaffen. Dann kann sie die Zeit, die sie zum Anfertigen ihrer Produkte benötigt, ebenfalls in der Badergasse verbringen.
2. Ein Nachmieter für die „Zeitreise“
Ein Schmuckgeschäft hat in der Webergasse 26 eröffnet. Dort, wo Udo Westhäuser bis Ende 2024 sein Antiquitätengeschäft „Zeitreise“ hatte, ist jetzt „Madil“ eingezogen.
Der Name „Madil“ setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Inhaber zusammen: Mahmut und Dilara Erdin.
Schmuck aus Edelstahl
Bislang haben die beiden ihren Schmuck nur über einen Onlineshop verkauft. In der Webergasse können die einzelnen Teile auch wahrhaftig in Augenschein genommen werden. Ein Schwerpunkt bildet Schmuck aus Edelstahl. Dilara Erdin schwärmt von diesem Material: „Edelstahl ist wasserfest, verfärbt nicht, und weil es nickelfrei ist, kann der Schmuck auch sehr gut von Allergiker getragen werden.“
Außer Modeschmuck umfasst das Sortiment bei „Madil“ auch selbstgefertigte Taschen.
3. Secondo Engelservice jetzt in der Herrngasse
Sabine Hölll ist mit ihrem Geschäft „Secondo Engelservice“ umgezogen. Nach 30 Jahren im Steinweg lautet die neue Adresse: Herrngasse 12.
Außer Secondhand-Bekleidung gehören mittlerweile auch Geschenkartikeln und Accessoires zum Sortiment. Mützen, Armstulpen und Socken werden von Sabine Höll selbst in Handarbeit gefertigt. Ebenso gibt es Souvenirs.
Zu einem weiteren Standbein hat sich der Verkauf von Coburger und fränkischen Souvenirs entwickelt.
Den alten Standort im Steinweg hat Sabine Höll bereits aufgegeben. Der neue Laden wird zurzeit noch eingeräumt. Der offizielle Neustart in der Herrngasse ist für Freitag, 1. August, geplant.
4. Im ehemaligen „Tie“ tut sich was
Das Gebäude in der Leopoldstraße 14 kann auf eine bewegte Gastro-Geschichte zurückblicken. Lange Zeit beherbergte es die „Stadtschänke“. Von 1999 bis 2018 hatte dort Kult-Koch Franz Rocklitzer sein Restaurant „Tie“. Nach einem kurzen Gastspiel einer Pizzeria namens „Amaranto“ folgte die Nutzung als sogenannter Veränderungsraum; angeboten wurde zahlreiche Kurse für Eltern, Babys, Kinder und Jugendliche.
Jetzt ist aber wieder eine gastronomische Nutzung in Sicht!
Wie zu hören ist, konnte ein neuer Mieter gefunden werden. Dieser plant ein Restaurant, in dem die Speisen wohl einen südeuropäischen Einschlag haben dürften.
5. „Unsere Kneipe“ hat geschlossen
Bereits Ende Mai hieß es Abschied nehmen in der Rosengasse: Die Kneipe „Unsere Kneipe“ gibt es nicht mehr. Auf einem Aushang war zu lesen: „Nach einem schweren Schicksalsschlag und aus gesundheitlichen Gründen schließe ich mein Lokal.“
Nachfolge-Kneipe des „Gurgala“
Bei „Unsere Kneipe“ handelte es sich sozusagen um die Nachfolge-Kneipe des „Gurgala“, das 22 Jahren in der Steinwegvorstadt beheimatet war (davon vier Jahre direkt im Steinweg und 18 Jahre seitlich in der Schenkgasse). Im Mai 2024 musste das „Gurgala“ die Schenkgasse verlassen. Denn die Wohnbau Stadt Coburg (WSCO) will dort als Eigentümerin das Projekt „Junges Leben“ verwirklichen. Inzwischen wurde das Gebäude abgerissen.
Ehemaliges Café „Siebträger“
Als die Wirtsleute die neuen Räume in der Rosengasse 16 (ehemals Café „Siebträger“) fanden und einen Neustart wagten, gaben sie ihrer Kneipe auch einen neuen Namen: „Unsere Kneipe“.
Zu einem möglichen Nachmieter für die Rosengasse 16 ist noch nichts bekannt.























