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PR-Panne
Telekom wirbt in Coburg mit altem Foto
Zukunftssicher? Wer ganz genau hinschaut, wird erkennen, dass die Telekom für ihre aktuelle Werbung in Coburg ein ziemlich altes Foto vom Marktplatz verwendet.
Zukunftssicher? Wer ganz genau hinschaut, wird erkennen, dass die Telekom für ihre aktuelle Werbung in Coburg ein ziemlich altes Foto vom Marktplatz verwendet. // Oliver Schmidt
Coburg – Zukunftssicher? Bei einer aktuellen Werbung der Telekom für Glasfaser fühlt man sich in Coburg eher in die Vergangenheit versetzt.

„Schnell. Stabil. Zukunftssicher.“ So beschreibt die Telekom ihre Glasfaseranschlüsse. Auch in Coburg wird dazu im Moment kräftig die Werbetrommel gerührt. Unter anderem hängen viele große Plakate in der Stadt. Darauf zu sehen ist der Coburger Marktplatz, auf dem allerhand – stellvertretend für mögliche Glasfaserkabel – magentafarbene Linien eingezeichnet sind.

Magenta? Nein, ein blaues Wunder

Wer der Linie am äußersten rechten Bildrand folgt, erlebt bei näherem Hinsehen allerdings sein blaues Wunder: Am Gebäude Markt 12/13 ist nämlich noch der Schriftzug „Kaspar“ zu sehen ist. Nur mal so zur Erinnerung: Das Modehaus Kaspar hat im Dezember 2016 geschlossen. Sprich: Das Foto muss mindestens sieben Jahre alt sein. Aber es kommt noch dicker…

Wahlplakat vor der Nordsee

Am linken Rand des Telekom-Plakats ist der vordere Bereich der Spitalgasse zu sehen. Ins Auge fällt unter anderem der Schriftzug „Nordsee“ – klar, die auf Fisch spezialisierte Restaurantkette war dort bis Ende 2017 angesiedelt, ehe sie ans andere Ende der Spitalgasse zog.

An einem Laternenmast nahe der damaligen „Nordsee“-Filiale ist aber auch noch ein Wahlplakat zu sehen: mit einem grünen „JA!“ als Blickfang. Ein Blick ins Archiv erklärt, dass es sich dabei um ein Plakat zum Volksentscheid „Nichtraucherschutz“ gehandelt haben muss. Dieser Volksentscheid fand am 4. Juli 2010 (!) statt. Das bedeutet: Die Telekom verwendet für ihre Werbung für das „zukunftssichere“ Glasfaserkabel ein mehr als 13 Jahre altes Foto.

Was sagt die Telekom dazu?

Eine Stellungnahme, wie es zu dieser Panne kommen konnte, gab es von der Telekom bis Redaktionsschluss nicht.

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