Mit seiner Zeit als Landrat ist nun auch die Zeit als Zweckverbandsvorsitzender zu Ende. Ganz den Rücken kehren wird Söllner dem Klinikum aber nicht, er wird weiterhin als normaler Verbandsrat mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Sein Nachfolger ist Jonas Gleich, der um die Verdienste seines Vorgängers weiß. „Er übergibt ein Klinikum, das stärker, moderner und leistungsfähiger ist als jemals zuvor.“ Und er versicherte: „Das Klinikum wird auch für mich oberste Priorität haben.“
Das Klinikum verfüge über moderne Stationen und neue Gebäude, über hochmoderne Medizintechnik und spezialisierte Medizin. „Was man nicht sieht, ist die Arbeit, die dahintersteckt.“
Und das untermauerte er mit Zahlen. Söllner habe in seiner Amtszeit keine der 163 Verbandsversammlungen verpasst und fast keine der 144 Sitzungen des Bauausschusses. „Behandelt wurden unter deinem Vorsitz 4419 Tagesordnungspunkte.“
Aus 500 Betten seien in Söllners Amtszeit 627 geworden, aus 891 Mitarbeitern mehr als 2100. Aus 17.000 stationären Patienten 24.000. Hinzu kämen mehr als 100.000 ambulant behandelte Patienten pro Jahr.
16 neue Fachabteilungen und medizinische Schwerpunkte wurden nach den Worten des neuen Landrats aufgebaut und 281 Millionen Euro in Bauprojekte und Medizintechnik investiert. Und hinter jeder Zahl stehe der Leitsatz: „Im Mittelpunkt der Mensch“.
Söllner habe auch erkannt, welche Bedeutung die Fachklinik Stadtsteinach für den gesamten Frankenwald besitze und sich entsprechend für deren Erhalt und Weiterentwicklung eingesetzt. „Dass Stadtsteinach heute ein fester und erfolgreicher Bestandteil unseres Klinikverbundes ist, ist auch dein Verdienst“, stellte Jonas Gleich fest.
Neben Söllner als Vorsitzendem wurden weitere Verbandsräte verabschiedet: Reinhard Baar, Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Volker Seitter, Johann Hunger, Brigitte Lauterbach und Hans Werther sowie der frühere Oberbürgermeister Ingo Lehmann.
Der Verbandsrat setzt sich künftig zusammen aus Landrat Gleich (Vorsitzender), OB Ralf Hartnack (Stellvertreter), Christina Flauder und Inge Aures sowie Henry Schramm, Christian Ruppert, Roland Wolfrum, Georg Hock, Rainer Ludwig und Klaus Peter Söllner.
Wie Klinikums-Geschäftsführerin Brigitte Angermann betonte, sei unter Söllners Führung konsequent in die Zukunft des Klinikums investiert worden. „Wir sind hervorragend aufgestellt und bieten eine hochwertige medizinische Versorgung.“
Der frühere Landrat habe dabei eine klare Linie vorgegeben, zugleich aber Kompromisse und mutige, pragmatische Lösungen gesucht. Die Zusammenarbeit sei von großem Vertrauen geprägt gewesen. „Ich hatte den Rückhalt, den ich als Geschäftsführerin brauche.“
Für Söllner war die Verabschiedung „ein bewegender Tag“. „Wir können stolz sein, was am Klinikum geschehen ist“, sagte er. Als einen Grund für den Erfolg nannte er die schlanken Strukturen und den Zusammenhalt. „Gemeinsam haben wir viel auf den Weg gebracht.“
Dass es in all den Jahren mit Herbert Schmidt und Brigitte Angermann nur zwei Geschäftsführer gegeben habe, sei ebenfalls bemerkenswert. Söllner zeigte sich überzeugt, dass die neue Verbandsversammlung die Erfolgsgeschichte weiterschreiben werde.
Die geplanten Änderungen im Gesundheitswesen bereiten ihm zwar Sorgen. Söllner sprach von einer „ganz schwierigen Situation“, in der man klare Kante zeigen müsse. Aber: „Herausforderungen hat dieses Klinikum immer bestanden.“
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