Verkehr
Bahnhof : Neue Chance für barrierefreien Umbau
Jetzt kommt neuer Schwung in den barrierefreien Umbau des Kulmbacher Bahnhofes.
Jetzt kommt neuer Schwung in den barrierefreien Umbau des Kulmbacher Bahnhofes.
Foto: Martin Kreklau
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – Verkehrsminister Christian Bernreiter schreibt an Oberbürgermeister Ingo Lehmann: „Der barrierefreie Ausbau ist in meinen Augen ein Muss.“

Die Versuche der Stadt Kulmbach, den Bahnhof barrierefrei umzubauen oder umbauen zu lassen, lesen sich wie eine unendliche Geschichte. Seit Jahrzehnten setzen sich die politischen Verantwortlichen der Stadt für eine Verbesserung der Umstände ein – bisher immer vergebens.

Minister macht sich ein Bild

Am 11. Juli dieses Jahres war der Parlamentarische Staatssekretär Michael Theurer vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Kulmbach zu Gast und verschaffte sich dort selbst ein Bild vom Zustand des Bahnhofes. Er verwies auf eine mögliche Förderung des barrierefreien Ausbaus mittels des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG), bei dem sich Bund, Land und Kommune die Kosten teilen.

Stadt Kulmbach muss den Freistaat um Geld bitten

In einem ersten Schritt, so erklärte es der Regierungspolitiker, wäre es allerdings nötig, den Freistaat Bayern um die Bereitstellung der entsprechenden Gelder zu bitten. Dies geschah am 30. Juli im Vorfeld der Eröffnung der 71. Kulmbacher Bierwoche. Hier war Verkehrsminister Christian Bernreiter zu Gast und traf sich unter anderem mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Landrat Klaus Peter Söllner zu einem gemeinsamen Gespräch. OB und Landrat zeigten dem Minister die Zustände des Bahnhofes und stellten die Möglichkeit zur Förderung eines barrierefreien Umbaus durch das GVFG dar. Der Minister versprach, sich des Themas anzunehmen. Jetzt meldete er sich schriftlich bei Lehmann.

"Barrierefrei Ausbau ist in meinen Augen ein Muss"

„Ich konnte mir persönlich einen Eindruck vom Zustand des Bahnhofes Kulmbach verschaffen. Der barrierefreie Ausbau ist in meinen Augen ein Muss“, schreibt der Minister. Gleichzeitig stellt er klar, dass eine Förderung mittels Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz durch den Freistaat voraussetze, dass der Bund die Regionalisierungsmittel massiv erhöht, um eine Kofinanzierung zu ermöglichen. Er verwies laut einer Pressemeldung der Stadt Kulmbach darauf, dass er aufgrund der zuletzt gemachten Erfahrungen der Stadt rate, selbst mit freiwilligem Engagement die Deutsche Bahn mit der Planung des barrierefreien Umbaus zu beauftragen.

Oberbürgermeister Ingo Lehmann will die Chance nutzen

Bei Konjunkturprogrammen hätten zuletzt jene Bahnhöfe höhere Chancen gehabt, bei denen bereits Baurecht oder zumindest Vorplanungen existierten. Bernreiter ergänzt: „Sollte dieser Anregung gefolgt werden, wird mein Haus prüfen, ob eine finanzielle Unterstützungsmöglichkeit der Stadt Kulmbach im Rahmen ihres Kofinanzierungsanteils besteht.“

Sollte die Möglichkeit bestehen, dass der Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung in Aussicht stellt, wenn die Stadt den ersten Schritt geht, werde man die Chance ergreifen, so Lehmann.

Lesen Sie auch:

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:
Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: