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Wieder alte Regelung
Kellerwald: Stadt Forchheim erlaubt künftig Musik bis 23 Uhr
Konzerte im Kellerwald, auch außerhalb des Annafestes: Nun häufiger und länger erlaubt.Forchheim & Fränkische Schweiz
Konzerte im Kellerwald, auch außerhalb des Annafestes: Nun häufiger und länger erlaubt. // Ulli Raab/Archiv
Forchheim – Stadt Forchheim schafft Tatsachen: Künftig sollen im Kellerwald öfter und länger Konzerte und andere Musikdarbietungen stattfinden dürfen. Nun hat auch die Lokalpolitik ihren Segen gegeben.

Wirte, Besucher und Kulturfreunde atmen auf: Künftig darf im Forchheimer Kellerwald auch außerhalb der Annafestzeit öfter und länger geschwoft werden. Dies haben die Vertreter der Lokalpolitik am Donnerstagabend in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses entschieden. 

„Außerhalb des Annafestes und der von der Stadt Forchheim organisierten Veranstaltungen sollen pro Kellerbetrieb nicht mehr als sechs Musikdarbietungen mit Verstärker genehmigt werden. Das Musikende ist dabei grundsätzlich auf 23 Uhr festzusetzen." So steht es im einstimmig gefassten Beschluss. 

Seit 2019 ist Musik im Kellerwald nur bis 22 Uhr erlaubt

Damit endet die im Mai 2019 ebenfalls im Kulturausschuss beschlossene Limitierung auf drei Konzerte pro Jahr. Und, für die meisten Kulturschaffenden und Wirte der noch entscheidendere Punkt, es endet ebenfalls das für viele mit unverständlichem Kopfschütteln aufgenommene Musikende um 22 Uhr. Die Diskussion, ob der frühere Musikschluss gut oder falsch ist, kochte seit 2019 immer mal wieder hoch. Zuletzt, als die legendäre 4 Kings Party aus diesem Grund von den Veranstaltern abgesagt worden ist (lesen Sie hier die Hintergründe). 

Daraufhin hatte die CSU-Fraktion den Antrag gestellt, die damalige Limitierung wieder rückgängig zu machen. In der Stadtratssitzung am 19. März verkündete Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), dass dies verwaltungsintern bereits angestoßen sei. Und siehe da, keine vier Wochen später kommen die Lokalpolitiker wieder zusammen und finden tatsächlich den Punkt „Musikdarbietung im Kellerwald außerhalb der Annafestzeit“ auf der Tagesordnung wieder. 

Nachdem Ordnungsamtsleiter Klaus Backer die Stadträtinnen und Stadträte darüber informiert hatte, dass sich einige wenige Keller tatsächlich über mehr als nur drei Veranstaltungen pro Jahr freuen würden und es in den „vergangenen beiden Jahren weder Beschwerden von Anwohnern noch von anderen Kellerbetrieben“ gegeben habe, empfahl Backer, die Anzahl auf sechs pro Jahr zu erhöhen und die Events bis 23 Uhr zuzulassen.

Bedenken mancher Anwohner, dass es zu oft zu laut würde

Im Gremium entspann sich daraufhin nur eine kleine Diskussion, grundsätzlich waren sich alle fraktionsübergreifend einig. Wenngleich etwa FGL-Rätin Melanie Rövekamp die Sorgen mancher Anwohner ins Spiel brachte, dass sich übers Jahr zu viele Konzerte anhäufen könnten, setzte sich diese eher negativ konnotierte Lesart Verlängerung nicht durch. Jedoch, auch um solchen Bedenken dennoch Rechnung zu tragen, betont der Ordnungsamts-Chef, dass man als Amt durchaus die Handhabe besitze, im Einzelfall einzugreifen und möglicherweise doch auf ein früheres Ende zu begrenzen. Oder gar ganz zu verbieten. 

Ute Samel (SPD) brachte noch die Idee ins Spiel, die Musik nur an Wochenenden bis 23 Uhr zu erlauben und es unter der Woche auf 22 Uhr zu belassen. Damit setzte sie sich jedoch nicht durch, am Ende blieb es bei dem Vorschlag aus dem Ordnungsamt.

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