Manfred Hümmer klingt aufgeregt. Nicht nur in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Forchheimer Stadtrat.
Sondern auch und vor allem als Kellerwald-Spaziergänger. Eine „wilde Müllhalde“ sei dort zu finden, vielerorts häufe sich Unrat an, verschandele das Bild des gesamten Areals, schimpft er.
„Viele Pächter und Eigentümer sind gewillt, sich um den Kellerwald zu kümmern. Aber leider nicht alle“, sagt Hümmer. „Mit Nostalgie und Charme hat das nicht viel zu tun.“
Idyll Kellerwald durch Unrat in Gefahr?
Tatsächlich finden sich vor allem rund um manche obere Keller allerhand, was dem idylltrachtendem Kellerwald-Fan ein Dorn im Auge sein kann.
Etwa die Batterie an ausrangierten Elektrogroßgeräten, die sich rund um den Schlößla-Keller aufreiht.
Der steht aktuell jedoch ohne Pächter da. Grund und Boden gehören der Stadt Forchheim, Schankplatzrecht steht aber nach wie vor der Brauerei Hebendanz zu.
Wie es dort weitergeht und ob bis zum Annafest eine Lösung gefunden wird, ist derzeit nicht abzusehen. Vonseiten der Brauerei: kein Kommentar.
Ordnungsamt Forchheim bereits aktiv
Forchheims Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder kann den Ärger über mangelhafte Sauberkeit nachvollziehen.
„Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, die Keller und das Drumherum schön zu pflegen“, sagt er. „Leider müssen wir von Stadtseite hier und da bei einigen immer wieder nachhelfen.“
Wegen der jüngst angebrachten Vorwürfe habe er sogleich reagiert, das Ordnungsamt sei bereits mit der Sache betraut und wolle sich kümmern. Zugleich betont Schönfelder aber, dass Sauberkeit zwar wichtig sei, Sicherheit aber entscheidend.
„Ein alter Christbaum, so fehl am Platz er sein mag, stellt kein Sicherheitsrisiko dar. Ich erwarte aber, dass Zeug, wenn es schon eine Zeit lang achtlos dort liegt, spätestens bis zum Kellerauftakt weggeräumt ist.“
Der wiederum war bereits Ende April. Und bis zum Annafest dauert es auch nicht mehr lange.
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