Update vom 8. Juni, 13.36 Uhr
Jungadler bewirten Weiss-Tauben-Keller zum Annafest
Ein Feiertag ist Fronleichnam (8. Juni) nicht nur für gläubige Christen. Auch Kellerwald-Fans können sich freuen, denn ist eine Lösung für den Weiss-Tauben-Keller gefunden.
Wie Chefin Sabrina Friedrich in den sozialen Medien verkündete, sei es nun offiziell: „Wir haben für euch geöffnet“.
Und weiter: „Die weisse Taube wird zum Annafest zum jungen Adler. Zusammen mit den Jungadlern und dem Hoffmannskeller feiern wir gemeinsam das Annafest."
Somit endet die kurzfristige Hängepartie um das Ausscheiden von Sabrina Wittnebel als Pächtern rechtzeitig vor dem Annafest-Beginn am 21. Juli.
Dass die Jungadler den Weiss-Tauben-Keller auch dauerhaft übernehmen, ist noch nicht offiziell bestätigt. Dafür spräche allerdings folgende Aussage von Friedrich auf Facebook: „Die Jungadler übernehmen in den kommenden Monaten auch diesen Account.“
Lesen Sie hier den Hintergrund.
Ursprünglicher Artikel vom 24. Mai, 15 Uhr
Findet sich bis zum Annafest ein neuer Pächter für den Weiss Tauben Keller?
Als ein Symbol für den Frieden steht sie normalerweise, die weiße Taube.
Anders im Kellerwald, dort brodelt es rund um den Weiss-Tauben-Keller herum. Vorzeitiger Höhepunkt: Der Keller hat aktuell geschlossen.
Nachricht über Schließung verbreitet sich via Facebook
Via Facebook wird die Nachricht im Laufe dieser Woche verbreitet, „Liebe Keller-Freunde, der Weiss-Tauben-Keller ist bis auf Weiteres geschlossen“, steht da in den sozialen Medien geschrieben.
Begründung: Es bestehe kein Pachtverhältnis.
Sabrina Wittnebel hat Keller erst 2022 gepachtet
Das mutet komisch an, überraschend gar, hat doch die Reutherin Sabrina Wittnebel erst vor gut einem Jahr die Geschicke der alten Gemäuer im oberen Kellerwald als Pächterin übernommen.
Nun also das schnelle und für viele überraschende Aus. Wie konnte es dazu kommen?
Wittnebel redet sich zwar etwas Frust von der Seele, möchte sich aber nicht offen und schon gar nicht öffentlich zu dem Thema äußern.
Nur so viel klingt heraus: Es gab Unstimmigkeiten. Ein Befund, der sich mit Aussagen aus gut unterrichteten Kreisen im Kellerwald-Kosmos deckt.
Töchter Sabrina und Stefanie erben Keller nach Tod von Jürgen Friedrich
Wittnebel hatte den Keller 2022 von Jürgen Friedrich gepachtet. Der wiederum erwarb das Gelände im Jahr 2016 von Lorenz Müller. Nach Friedrichs Tod kurz vor dem vergangenen Annafest traten seine Töchter in die Inhaber-Fußstapfen.
Manche behaupten, es habe von Beginn an ein angespanntes Verhältnis zwischen Erbinnen und Pächterin bestanden. Einiges habe im Argen gelegen, Vereinbarungen seien nicht eingehalten worden. Et cetera.
Ob und was an den Erzählungen dran ist? Schwer nachvollziehbar. Chefin Sabrina Friedrich bestätigt gegenüber dem FT auf jeden Fall, dass das Pachtverhältnis mit Sabrina Wittnebel seit dem 22. Mai nicht mehr besteht.
Sie führt rückständige Zahlungen als Grund dafür an. Vor dem Amtsgericht Bamberg ist derzeit sogar ein Insolvenzverfahren gegen Wittnebel wegen Zahlungsunfähigkeit anhängig.
Was sagt Stadt Forchheim zum Fall Weiss-Tauben-Keller?
Und was meint die Stadt dazu? Qua Amt ist selbige doch eigentlich daran interessiert, die Verhältnisse im Kellerwald zu ordnen. Zu beruhigen.
Derzeit ist Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) nämlich dabei, die Schankrechte im gesamten Kellerwald abzulösen, bei der Hälfte sei er schon erfolgreich gewesen. Ist die aktuelle Causa Weiss-Tauben-Keller ein Rückschritt?
Zum konkreten Fall kann und möchte sich Schönfelder nicht äußeren, der sei Sache der beiden Vertragspartner. Jedoch beteilige sich die Stadt an Gesprächen, trete vermittelnd auf. „Natürlich sind wir interessiert daran, dass es auf dem Weiss-Tauben-Keller weitergeht.“
Klappt es mit einer Nachfolge bis zum Annafest 2023?
Und es herrscht Zeitdruck, das Annafest steht vor der Tür. Offiziell sagt – wie so oft – keiner etwas. Aber angeblich laufen bereits Gespräche für die Nachbesetzung im Schankraum, noch bevor Ende Juli Hunderttausende in den Kellerwald strömen.
Doch Schönfelder muss gar nichts verraten, der entscheidende Tipp kommt aus dem FT-eigenen Kellerwald-Netzwerk. Man stehe bereits kurz vor einer Nachfolgeregelung, mindestens für das Annafest.
Vielleicht gar für langfristig?
Jungadler werden als heiße Kandidaten für Nachfolge gehandelt
Als heißeste Kandidaten werden die Jungadler in Forchheims Gerüchteküche gehandelt, die heuer nicht nur wieder den benachbarten Hoffmanns-Keller, sondern auch den Weiß-Tauben-Keller durch das Annafest führen könnten.
Gespräche gebe es, bestätigen Jungadler Nicholas Monheim und Sabrina Friedrich. Intensive sogar. In trockenen Tüchern sei das aber noch nicht.
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