0
Neue Öffnungszeiten ab 12. Mai
Gute Nachricht: Königsbad Forchheim öffnet wieder länger
Gute Nachrichten für Königsbadfans: Ab 12. Mai kann das Bad wieder fast normal öffnen. Nur in der Sauna bleiben die Einschränkungen größer.
Gute Nachrichten für Königsbadfans: Ab 12. Mai kann das Bad wieder fast normal öffnen. Nur in der Sauna bleiben die Einschränkungen größer. // Foto: Stephan Großmann
Forchheim – Sommerhitze trifft auf geschlossene Tore im Königsbad Forchheim: Wegen Personalmangels hatte das Bad seit 1. Mai vormitttags geschlossen. Nun gibt es (fast) Entwarnung - und neue Öffnungszeiten.

Update vom 8. Mai, 14.30 Uhr

Entwarnung in der Käsröthe 4: Ab Montag, 12. Mai, hat das Königsbad auch wieder vormittags geöffnet. Dies teilt die Stadt Forchheim am Donnerstag mit.

Demnach hat das Schwimmbad ab 12. Mai von 10 bis 20 Uhr geöffnet, die Saunalandschaft von 15 bis 20 Uhr. 

Königsbad: Ist das Wetter gut, bleiben zwei Becken drinnen geschlossen

Laut Mitteilung der Stadt sei das nun möglich, weil die Mitarbeitenden des Königsbades ihr Schichtmodell umgestellt hätten. „Einziger Wermutstropfen: Bei gutem, warmen Wetter werden im Innenbereich des Ganzjahresbades das Schwimmer- und das Lehrschwimmbecken gesperrt – das Personal soll im Außenbereich zur Verfügung stehen, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten", schreibt Stadtsprecherin Britta Kurth.

Weiterhin zeitlich uneingeschränkt eingelassen würden Schulen, Vereine und die Volkshochschule, die eigene Rettungsschwimmer an die Becken mitbringen. 

Königsbad sucht Hilfskräfte, die als Rettungsschwimmer unterstützen

Königsbad-Betriebsleiter Christian Lenkl erneuert indes seine Bitte: „Wir freuen uns über Hilfskräfte, die uns als Rettungsschwimmer unterstützen. Wer Zeit und Interesse hat, unserem Team im Königsbad unter die Arme zu greifen, kann sich gerne bei uns bewerben. Wir geben auch Tipps, wo man sich für den Rettungsschwimmer ausbilden lassen oder eine schon vorhandene Qualifikation auffrischen kann.“

Angesichts der angespannten Personalsituation sah sich der städtische Bäderbetrieb gezwungen, zum Beginn der Sommersaison am 1. Mai die Öffnungszeiten des Königsbades zu reduzieren. Lesen Sie hier die Hintergründe:


Die Geschichte des Königsbads ist von Beginn an mit Problemen behaftet.
Die Geschichte des Königsbads ist von Beginn an mit Problemen behaftet. // Foto: Stephan Großmann

Ursprünglicher Artikel vom 29. April: 

Warum das Königsbad Forchheim ab 1. Mai vormittags geschlossen bleibt

Besser könnte das Wetter nicht sein, um eine Schwimmbadsaison zu eröffnen. Bis zu 28 Grad Celsius werden für die Region erwartet, Badefans aus dem gesamten Landkreis freuen sich schon, ab dem 1. Mai endlich wieder im Königsbad schwimmen und planschen zu können. Und doch startet die diesjährige Freibadsaison unter schlechten Vorzeichen.

Königsbad Forchheim: Ab 1. Mai erst ab 12 Uhr offen

Was der Betriebsleiter des Bades Christian Lenkl und Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) einen „Notfallplan“ nennen, dürfte bei vielen frühsommerlichen Besuchern für Frust sorgen: Das Königsbad wird bis auf Weiteres erst um 12 Uhr aufmachen, die Sauna sogar erst ab 17 Uhr.

Dies liegt an der prekären Personalsituation, genauer an fehlenden Namen im Stellenplan der Wasseraufsichten. Angenommen, das Bad wäre voll besucht, müsste Betriebsleiter Lenkl 21 Menschen für die Wasseraufsicht vorhalten. Aktuell hat er jedoch gerade einmal 13 Personen zur Verfügung. Das bedeutet zum einen, dass in der am 1. Mai startenden Sommersaison sowohl das Schwimm- als auch das Lehrschwimmbecken im Innenbereich geschlossen bleiben müssen. Und dass das Bad am Vormittag geschlossen bleibt.

Was sich alles ändert im Sommerbetrieb - und was nicht

Immerhin, wie bereits berichtet, können Vereine, Schulen und Kurse auch weiterhin wie gewohnt in den Becken im Hallenbad stattfinden, ebenso das Frühschwimmen an Dienstagen und Donnerstagen. Auch das Erlebnisbecken, der Kleinkindbereich, die Rutschenanlagen sowie die sanitären Anlagen bleiben wie gewohnt geöffnet.

Nur können die Familien und Senioren und all die anderen Privatbesucher eben nicht mehr ganztags (eigentlich wäre von 9.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet), sondern erst ab 12 Uhr kommen. Änderungen gibt es auch bei der Sauna, die vorübergehend täglich nur noch von 17 bis 22 Uhr geöffnet haben wird. „Wir versuchen so schnell wie möglich, den Schichtplan gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden so zu überarbeiten, dass wir schnell wieder längere Öffnungszeiten anbieten können“, sagt OB Kirschstein.

Stadt erwartet Unmut von Besucherinnen und Besuchern

Dieser „Notfallplan“ schockt nicht nur die Mitglieder des Forchheimer Stadtrats, welche die Nachricht mit Stirnfalten zur Kenntnis nehmen. Die mehrheitlich gar vom „Verlust der Attraktivität des Königsbades“ sprechen und schnelle Lösungen fordern. Auch vonseiten der Besucherinnen und Besucher erwarten Kirschstein und Lenkl Unmut. „Wir müssen nun aber reagieren, wenn wir die Sicherheit für alle gewährleisten wollen“, sagt Kirschstein.

Wie lange die reduzierten Öffnungszeiten anhalten und ob es vielleicht noch zu weiteren Einschränkungen kommen könnte (etwa weitere gesperrte Bereiche), ist derzeit unklar. Das hängt vor allem davon ab, ob es beispielsweise wegen krankheitsbedingter Ausfälle zu weiteren personellen Engpässen kommt. Neues Personal zu akquirieren sei indes schwierig, sagt Bad-Leiter Lenkl. „Der Markt für Bäder-Fachkräfte ist leergefegt.“ Zu wenige heften sich noch an den Beruf, auch der geringen Bezahlung und der unattraktiven Arbeitszeiten wegen.

Ehrenamtliche Rettungsschwimmer für Aushilfs-Pool gesucht

Eine Möglichkeit könnte darin liegen, die Zusammenarbeit mit den Wassergesellschaften wie DLRG und Wasserwacht sowie den Schwimmvereinen auszubauen, noch mehr Kräfte für den Aushilfenpool zu generieren. Oder, wie Stadtrat Manfred Hümmer (Freie Wähler) vorschlägt, sich aus einer Reserve altgedienter Forchheimer zu bedienen, die im Laufe ihres Lebens einmal das Rettungsschwimmerabzeichen gemacht hatten.

„Gute Idee“, schallt es aus der Verwaltung. „Gerne können sich Interessierte melden“, sagt Lenkl, beim Königsbad selbst oder bei den Verbänden. Infrage kommen Personen über 18 Jahren, die ihre „Anforderung an die Rettungsfähigkeit“ nachweisen können (nicht älter als zwei Jahre alt). Heißt: Sie haben entweder eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe bzw. zum Meister für Bäderbetriebe absolviert oder mindestens das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber (einschließlich Erste-Hilfe-Ausbildung) abgelegt. Nähere Infos dazu gibt es unter anderem bei der DLRG und der Wasserwacht.

 

Inhalt teilen
  • kopiert!