Am liebsten hätte er schon die ersten Gäste bewirtet. Doch schnell nach seiner Entscheidung, der Alten Wache auf dem Forchheimer Paradeplatz wieder gastronomisches Leben einzuhauchen, wird Koray Yildirim klar, dass sich der Start wohl verzögert. So müssen sich er und die Forchheimer noch bis zum Spätsommer gedulden, bis sie an der Alten Wache auf dem Forchheimer Paradeplatz in Yildirims mediterrane Sphären eintauchen können. Nun gibt es immerhin einen konkreten Plan für die Eröffnung.
Handwerker statt Gäste: Noch gibt es viel zu tun
Im Moment wechseln sich da, wo einst die Tische und Sonnenschirme stehen sollen, noch die Autos der regionalen Handwerksmeister ab. Schreiner, Steinmetze, Elektroinstallateure. Derzeit ist unter anderem Restaurator Armin Nastvogel zugange. Er setzt gerade die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem späten 18. Jahrhundert instand, erneuert die Fugen und bessert Schäden an den alten Sandsteinen aus.
Auch Koray Yildirim selbst ist täglich vor Ort, denn auch innen läuft die Baustelle auf Hochtouren. Allmählich ist zu erahnen, dass sich der Raum wieder zu einer gemütlichen Location wandeln wird. „Meine Zapfanlage ist bereits installiert“, sagt er mit stolzem Blick und zeigt auf ein Gerät, das sich von der Zimmerdecke aus über den nagelneuen Tresen hangelt. Noch ist die Edelstahlanlage in Plastikfolie gehüllt, doch das soll sich bald ändern. Der Rest geschieht Stück für Stück.
Koray Yildirim nennt konkreten Zeitplan für Sommer
„Bis Mitte August sollen alle Arbeiten erledigt sein“, sagt der 31-jährige Yildirim. Dann soll das Haus von außen wieder strahlen, die Außenbestuhlung angeschafft und auch innen alles für die Gäste vorbereitet sein. Danach wird es noch einmal hektisch werden für ihn, seine Frau Ayse und die vielen Helfer. Denn nur zwei Wochen danach müssen alle Geräte an ihrem Platz stehen und die letzten Gabeln und Cocktailgläser poliert sein.
Eröffnen wolle er eventuell am letzten Augustwochenende beziehungsweise dann Anfang September, sagt Yildirim. Auf ein exaktes Datum wolle er sich aktuell noch nicht festlegen. Das Gute: Er konnte mit der langjährigen Pächterin der Immobilie, der Tucher Privatbrauerei, vereinbaren, dass sein gastronomisches Engagement erst ab dann in den Verträgen steht.
Tapas probieren, Drinks aussuchen: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Eine wichtige finanzielle Entlastung für Yildirim, der ursprünglich vorgehabt hatte, bereits bis zum Annafest eröffnen zu können. Wie so oft bei baubezogenen Vorhaben stellten sich jedoch schnell Verzögerungen ein. Doch entmutigen lassen wolle sich der Junggastronom nicht. Im Gegenteil. „Wir kochen schon Probegerichte, denken uns leckere Tapas aus und probieren Drinks, sodass im Spätsommer dann alles passt“, sagt er. Langweilig werde es ihm daher im Moment, als eine Art Bauleiter und Barmanager in Personalunion, überhaupt nicht.
Personalsuche läuft: „Gute Leute kann ich immer brauchen“
Gläser kaufen, Geschirr aussuchen, Lebensmittellieferungen ausmachen – es sei schon jetzt ein Vollzeitjob, sagt er. Das gelte auch für die Suche nach Personal. „Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, kann sich gerne melden“, sagt er augenzwinkernd. „Gute Leute kann ich immer brauchen.“ Das gelte für die Küche genauso wie für den Service.
Unter dem Namen „Café, Bar, Tapas“ will Koray Yildirim die Gäste in der Alten Wache empfangen, und zwar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr, freitags von 10 bis 23 Uhr, samstags von 9 bis 23 Uhr und sonntags von 9 bis 21 Uhr. Am Mittwoch soll es anfangs einen Ruhetag geben. „Wir sind schon ganz darauf, dass es endlich losgeht", sagt Yildirim.
















