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Bier-Nachschub wird gebraucht
Nach Verzögerung: Neue Abfüllung der Brauerei Greif läuft
Christian Schuster Junior, Brauerei GreifForchheim & Fränkische Schweiz
Brauereichef Christian Schuster Junior inmitten der neuen Abfüllung. // Foto: Katharina Steinhäuser
Forchheim – Am Donnerstag hatte es noch Startschwierigkeiten gegeben, seit Freitag kann bei der Brauerei Greif endlich wieder Bier abgefüllt werden. Zu Besuch in der neuen Abfüllung.

Update, 25. April, 16.30 Uhr

Nach dem etwas holprigen Start am Donnerstag läuft es am Freitag in der neuen Abfüllung bei der Brauerei Greif endlich rund. „Den halben Tag haben wir heute abgefüllt“, erzählt Brauereichef Christian Schuster Junior erleichtert. In der kommenden Woche soll die neue Anlage dann jeden Tag laufen. 


Ursprünglicher Text vom 24. April

Ein lautes Rattern erfüllt die Luft. Mitarbeiter wuseln umher oder warten geduldig, dass es endlich losgeht. Techniker schauen mit kritischem Blick in Laptopbildschirme neben der neuen Abfüllanlage, an einzelnen Stellen wird immer wieder geschraubt. Eigentlich sollten am Donnerstag nach über drei Wochen wieder die ersten Flaschen abgefüllt werden. 

Doch daraus wird zunächst nichts. Die Füllhöhe passt nicht. Das überprüft Brauereichef Christian Schuster Junior persönlich mit einer Schablone. Bei weiteren Durchläufen kommen die meisten Flaschen ohne Deckel aus der Abfüllung. Also wird weiter getüftelt. Wie bei jeder großen technischen Umstellung – ganz ohne Startschwierigkeiten geht es nicht. 

Brauerei Greif ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
Die ersten Flaschen vom Testlauf aus der neuen Abfüllung. // Foto: Katharina Steinhäuser

Brauerei Greif Forchheim erneuert Abfüllung 

Trotzdem war die Erneuerung dringend nötig gewesen. Die alte Abfüllung hatte bereits über 30 Jahre auf dem Buckel. Teilweise gebe es schon keine Ersatzteile mehr oder Monteure, die sich mit der Maschine auskennen würden, erzählt Schuster. Außerdem sei die alte Abfüllung sehr beengt gewesen.

Daher wurde jetzt nach zwei Jahren Planung die Abfüllung in eine andere Halle verlegt und mehrere Maschinen ausgetauscht. Ein großes Projekt für die Brauerei in der Serlbacher Straße.

Wie viel Aufwand dahinter steckt, hatte bereits die Aktion Anfang April gezeigt, bei der die alten Anlagen mit einem riesigen Kran über die Brauerei herausgehoben worden waren. Zwei wichtige Maschinen durften mit in die neue Halle umziehen: Die Flaschenreinigungsanlage und der Inspektor, der die Flaschen auf Dreck und Schäden untersucht.

Technische Neuerungen verbessern Arbeitsabläufe

Roboter Brauerei Greif ForchheimForchheim & Fränkische Schweiz
Ein Roboter hebt die Kästen von den Paletten und auf das Fließband. // Foto: Katharina Steinhäuser

Ein Roboter hebt ab sofort die leeren Bierkästen von den Paletten und platziert sie auf dem Fließband. Eine Aufgabe, die vorher noch händisch erfolgt ist. Eine weitere Maschine trennt Flaschen und Kasten. Anschließend durchläuft beides eine Waschanlage.

Danach werden die Flaschen auf Verschmutzungen und Schäden geprüft, bevor sie mit Bier befüllt und etikettiert werden. Bis zu 12.000 Flaschen pro Stunde soll die neue Abfüllanlage schaffen, 5000 mehr als bisher. Komplett automatisch werden die fertigen Flaschen in einem Kasten platziert, ehe sich diesen der Palettier-Roboter schnappt. 

Neue Abfüllanlage Brauerei GreifForchheim & Fränkische Schweiz
Die neue Abfüllanlage soll zukünftig bis zu 12.000 Flaschen pro Stunde befüllen. // Foto: Katharina Steinhäuser

Nach diesem Ablauf hätte die neue Abfüllung eigentlich bereits am Dienstag, direkt nach Ostern, den Betrieb aufnehmen sollen. Bis dahin waren auch die extra vor der Umstellung abgefüllten Biervorräte kalkuliert. Doch durch die spätere Lieferung des neuen Füllers hat sich der Start verschoben. Zwischenzeitlich seien bis zu sieben verschiedene Firmen bei der Brauerei vor Ort gewesen, um die neuen Anlagen einzurichten, berichtet der Brauereichef. 

Testlauf in der neuen Abfüllung bei der Brauerei Greif

Greif: Nachschub an Flaschenbier dringend gebraucht

„Wir haben gedacht, dass wir heute schon ein bisschen was machen können“, erzählt Schuster während er den Technikern dabei zusieht, wie sie an der neuen Abfüllanlage basteln. Inzwischen steige der Druck, endlich wieder Bier abfüllen zu können. Die Getränkemärkte würden dringend auf neue Lieferungen warten. Vor allem vom Hellen und vom „Schlöbberla“, einem dunklen Bier der Brauerei Greif, werde Nachschub gebraucht.

Auch beunruhigte Keller-Wirte hätten schon angerufen, weil sie gehört hätten, dass das Bier ausgehe, berichtet Schuster. Doch hier habe er Entwarnung geben können. Fassbier sei nach wie vor verfügbar. Damit ist auch bei der Kellerwalderöffnung und auf den vielen Festen am Wochenende die Versorgung sichergestellt. 

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