Weiter geht es im Reigen der öffentlichkeitswirksamen Veränderungen im Kellerwald. Wenngleich diese Entwicklung noch rein theoretischer Natur ist. „Zu verpachten! Außengelände ca. 200 Plätze, Gaststube ca. 40 Plätze, geräumige Küche, Fettabscheider vorhanden! Speisen- und Getränkeausgabe! Ganzjähriger Betrieb möglich! Auch während des Annafestes!“ So wird seit Monaten der Kaiser Keller in den sozialen Medien angepriesen – jüngst ist dieser Post wieder in Facebookgruppen aufgetaucht.
Kellerwald Forchheim: Neue Wirte, neue Eigentümer, neue Pächter
Ein Pächterwechsel, jetzt noch vor dem Annafest? Das wäre nicht ungewöhnlich. So ist erst am Dienstag bekannt geworden, dass die Elch-Bräu aus Thuisbrunn den Schäff Keller bewirtschaften wird, zudem machte der Verkauf des Neder Kellers jüngst Schlagzeilen.
Kaiser Keller: 2025 will Rahel Mehlich auf jeden Fall noch ran
Rahel Mehlich aber kann beruhigen, das diesjährige Annafest ist nicht in Gefahr. Auch wenn sich weiterhin niemand auf ihre Anzeigen hin finden würde. „2025 werde ich das Annafest auf jeden Fall wieder übernehmen“, sagt die 30-Jährige auf Nachfrage von fraenkischertag.de. Ebenso wie den Fässla Keller. Beide hat sie seit 2024 vom Schankplatzberechtigten Friedrich Schneider gepachtet.
Im kommenden Jahr aber wird sie aller Voraussicht nach nicht mehr hinter dem Kaiser-Tresen stehen. „Mit meinem Café in der Hauptstraße und einem kleinen Kind sind zwei Annafest-Keller einfach zu viel“, sagt sie. Ihr Fokus liege auf Familie und Café. Den Fässla Keller könnte sie sich weiterhin vorstellen, den Kaiser Keller möchte sie unterverpachten.
„Es wäre schade drum, wenn der Kaiser Keller weiterhin nur während des Annafestes geöffnet hätte“, sagt sie. Daher sucht sie jemanden, der nicht nur das Annafest bewirten, sondern bestenfalls eine ganzjährige Nutzung möglich machen würde. Alternativ, falls sich weiterhin kein Interessent finden lassen sollte, lautet ihr Plan, den Kaiser Keller übers Jahr für Einzelevents zu vermieten. „Firmenfeiern, Geburtstage und Ähnliches“, so Mehlich.
Udo Schönfelder: „Zielbild lautet ganzjährige Bewirtschaftung“
Dass der Kaiser Keller sein Ganzjahrespotenzial nicht ausschöpft, findet auch Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) nicht gut. „Mein Zielbild lautet, die ganzjährige Bewirtschaftung möglich zu machen. Und zwar so, dass sie für alle Seiten wirtschaftlich ist.“
Genau darin könnte laut Schönfelder der Knackpunkt liegen, dass Rahel Mehlich niemanden für den Kaiser Keller findet. „Es gibt durchaus Interessenten, sowohl für den Kaiser Keller als auch den Fässla Keller“, sagt der Bürgermeister. Zwei Vereine, um genauer zu sein. Genauer will er nicht werden. Allerdings, so Schönfelder, seien die wohl eher an einem direkten Pachtverhältnis mit dem Schankplatzberechtigten interessiert, nicht an einer Unterverpachtung.
Wie der quasi Keller-Eigner Friedrich Schneider (der neben Kaiser Keller und Fässla Keller auch noch für den Stäffala-Keller die Schankplatzberechtigung innehat) dazu steht, ist nicht bekannt, er war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Dem Vernehmen nach wird es auf dem Kaiser Keller auf dem diesjährigen Annafest wieder wie gehabt laufen; Rahel Mehlich und ihr Team werden über die elf Tage bewirten. Doch schon im Laufe des Restjahres könnte sich einiges ändern.















