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Oberaurach hilft geflüchteten Ukrainern weiterhin
Im Gespräch mit ukrainischen Familien erfuhr Staatssekretärin Manuela Rottmann (Zweite von rechts) auch viel von deren Schicksal und persönlichen Erlebnissen mit dem Krieg (mit Gemeinderat Roland Baumann, Dritter von rechts, und Übersetzerin Daria...
Im Gespräch mit ukrainischen Familien erfuhr Staatssekretärin Manuela Rottmann (Zweite von rechts) auch viel von deren Schicksal und persönlichen Erlebnissen mit dem Krieg (mit Gemeinderat Roland Baumann, Dritter von rechts, und Übersetzerin Daria Opfermann, rechts).
Foto: Christan Licha
Oberaurach – Im Gemeindeteil Unterschleichach ist seit April dieses Jahres ein „Sozialkaufhaus“ untergebracht, in dem die Geflüchteten Dinge zum Leben finden.

Ein Bild von der bestens funktionierenden Hilfe vor Ort machte sich Staatssekretärin Manuela Rottmann (Grüne) am Freitag bei der Ukrainehilfe Oberaurach. Im Ortsteil Unterschleichach ist seit April dieses Jahres ein „Sozialkaufhaus“ untergebracht, in dem die vor dem Krieg geflüchteten Familien vieles finden, das zum Leben benötigt wird.

Wie es mit der Ukrainehilfe Oberaurach losging

Entstanden ist die Ukrainehilfe Oberaurach, die sich demnächst auch als Verein gründet, aus dem Hilfskonvoi in die Ukraine unter der Regie der Familie Stappenbacher aus Trossenfurt. Im Sozialkaufhaus werden alle Spenden aus der Bevölkerung den ukrainischen Familien kostenfrei angeboten, von Kleidung, Haushaltswaren über Möbel bis hin zu Spielzeug für die Kinder.

m Sozialkaufhaus in Unterschleichach werden den ukrainischen Familien die Spenden aus der Bevölkerung angeboten.
m Sozialkaufhaus in Unterschleichach werden den ukrainischen Familien die Spenden aus der Bevölkerung angeboten.
Foto: Christian Licha

„Weil viele Familien aus ihren privaten Übergangsunterkünften jetzt in Mietwohnungen ziehen, benötigen wir zur Zeit vor allem Haushaltsgeräte und -gegenstände jeder Art“, ruft Gemeinderat Roland Baumann, einer der Organisatoren der Ukrainehilfe Oberaurach, die Gemeindebürger erneut auf zu helfen.

Wo kann man hin, wenn man helfen will?

Gut erhaltene und brauchbare Sachspenden können dienstags und donnerstags jeweils von 16 bis 19 Uhr im Sozialkaufhaus in der Spitalstraße 13 in Unterschleichach abgegeben werden.

Dabei handelt es sich um die ehemalige Lagerhalle der Weinhandlung Schamberger, die in den Besitz der Franz-Schamberger-Stiftung übergegangen ist und die die Gemeinde Oberaurach als Verwalterin für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat. Mit Helena Litvinenko und Aleksandra Sava kümmern sich vor Ort zwei ukrainische Frauen um die Annahme und Ausgabe der Spenden.

Weiterhin werden auch Mietwohnungen gesucht, wie Roland Baumann erklärte. Vermieter können sich per E-Mail (roland.baumann@me.com) mit der Ukrainehilfe in Verbindung setzen.

Staatssekretärin Manuela Rottmann erfährt, was sich in Oberaurach noch so alles tut für die Geflüchteten aus der Ukraine

Zum Besuch der Staatssekretärin fand ein kleines Freundschaftsfest auf dem Gelände des Sozialkaufhauses statt, zu dem zahlreiche ukrainische und deutsche Familien kamen. Begrüßt wurde Manuela Rottmann auch von Bürgermeister Thomas Sechser, der die außerordentliche Hilfsbereitschaft hervorhob. „So wurden zum Beispiel unter der Leitung unseres ,Fahrradingenieurs‘ Philipp Engel inzwischen 70 gespendete Fahrräder und Kinderräder aufbereitet und an die Gäste ausgegeben“, sagte Sechser.

Weiterhin bietet der TSV Oberschleichach Aktivitäten für alle Oberauracher und ukrainischen Kinder jeden Samstag auf dem seinem Sportgelände an. Daneben werden Sprachkurse und die dazugehörende Kinderbetreuung angeboten. Zudem ist für den 3. Oktober ein deutsch-ukrainisches Oktoberfest geplant, bei dem die inzwischen entstandenen Freundschaften untereinander vertieft werden können.

Manuela Rottmann zeigte sich begeistert von dem vorbildlichen Engagement der Einwohner Oberaurachs und darüber hinaus. Mit Hilfe von Übersetzerin Daria Opfermann, die aus der Ukraine stammt und bereits 20 Jahre in Oberaurach lebt, kamen viele Gespräche mit der Bundespolitikerin und den ukrainischen Gästen zustande.

In Eltmann ging es ums Allianzbad

Zuvor hatte Staatssekretärin Manuela Rottmann auch die Stadt Eltmann besucht und war dort von Bürgermeister Michael Ziegler empfangen worden. Hauptthema war hierbei das geplante Allianzbad, für das nach einem Gutachten der Standort Eltmann wohl am geeignetsten wäre. Bei einem Rundgang stellte Bürgermeister Michael Ziegler der Staatssekretärin das inzwischen über 80 Jahre alte Freibad vor, das sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, aber in absehbarer Zeit auch saniert werden müsse.

Bürgermeister Michael Ziegler zeigte Staatssekretärin Manuela Rottmann das Eltmanner Freibad, das demnächst saniert werden muss.
Bürgermeister Michael Ziegler zeigte Staatssekretärin Manuela Rottmann das Eltmanner Freibad, das demnächst saniert werden muss.
Foto: Christian Licha

„Ein Schwimmbad ist kein Luxus“, sagte Manuela Rottmann, die mit dem Bürgermeister übereinstimmte, das Freibad auf jeden Fall erhalten zu wollen. Vorbildlich ist die Warmwasseraufbereitung, die durch eine Hackschnitzelanlage in der Nachbarschaft erfolgt, die gleichzeitig ein Wohngebiet mit Wärme versorgt. In Sachen Allianzbad brauche es eine gemeinsame Förderung des Bundes und des Freistaats Bayern, so Rottmann. Bürgermeister Ziegler regte ein Gespräch mit allen Beteiligten, nämlich mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten, den ILE-Gemeinden und dem Landkreis Haßberge, an. Zusammen mit der Staatssekretärin sprach sich der Bürgermeister dafür aus, dass diese Zusammenkunft möglichst noch in diesem Jahr erfolgen solle.

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