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48 Bauplätze in Etzelskirchen
Am Ortsrand von Etzelskirchen entsteht ein neues Baugebiet.
Am Ortsrand von Etzelskirchen entsteht ein neues Baugebiet. // Andreas Dorsch
Etzelskirchen – Am Ortsrand von Etzelskirchen werden 5,5 Hektar für Wohnzwecke ausgewiesen. Der Bebauungsplanentwurf wurde jetzt klimagerechter neu aufgelegt.

Bereits 2019 hatte der Höchstadter Stadtrat beschlossen, am nordöstlichen Ortsrand des Ortsteils Etzelskirchen weiteres Bauland auszuweisen. Das Bebauungsplanverfahren wurde dann aber nicht weiter verfolgt, auch weil – laut Verwaltung – der beauftragte Planer verstorben war. Inzwischen wurde der Plan überarbeitet und wird jetzt erneut ins Genehmigungsverfahren geschickt. Auf der Fläche von 5,5 Hektar sind 48 Bauplätze für überwiegend Einzel- und Doppelhäuser geplant.

Es gibt eine neue direkte Zufahrt

Das Gebiet, das von der Ortsgrenze bis zum Wald reicht, soll auch über eine neue direkte Zufahrt an die Straße von Etzelskirchen Richtung Medbach angebunden werden. Am Montagabend segnete der Höchstadter Stadtrat den Bebauungsplan mit einer überwältigenden Mehrheit ab. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) erinnerte daran, dass schon der erste Entwurf eine große Mehrheit fand.

Grundstücke etwas kleiner konzipiert

Inzwischen hat der Klimaschutz einen größeren Einfluss auf die Planung genommen. So wurden die bestehenden Heckenzüge integriert, die Grundstücke mit durchschnittlich 500 bis 650 Quadratmeter etwas kleiner. Der Bedarf an Bauland sei nach wie vor ungebrochen, sagte der Bürgermeister, „viele Familien warten darauf“. Auf der Liste der Stadt gebe es immer noch 300 bis 400 Interessenten mit ernster Bauabsicht. Um dem Artenschutz Rechnung zu tragen, würden beispielsweise auch Zauneidechsen auf ein Nachbargrundstück umquartiert.

Die einzigen beiden Gegenstimmen kamen aus der Fraktion der Grünen. Ihr Sprecher Peter Winkler zeigte sich „bestürzt über den Plan“. Das sei eine Planung, „die wir nicht brauchen“, argumentierte Winkler. Er lehne das Gebiet ab, das mit seinen Erschließungsstraßen auch wieder auf das Auto zugeschnitten sei. Dabei wolle man doch weg vom Auto. 55.000 Quadratmeter für nur 48 Grundstücke – das verstehe er nicht.

Ungeliebte massive Stützmauern

Vom Bürgermeister musste er sich sagen lassen, dass zu dieser Fläche auch die Hecken gehören, die erhalten werden sollen. Zudem befürchtet Winkler auf dem abschüssigen Gelände den Bau massiver Stützmauern, die man auch nicht wolle. Als der Grünen-Vertreter noch die geplante neue Anbindung des Gebietes kritisierte, traf er den Nerv von Andreas Hänjes (SPD). Für Hänjes ist gerade diese Anbindung „nötig und ganz wichtig, lebenswichtig für Menschen“. Bisher werde der gesamte Nordosten von Etzelskirchen nur über den Weidenweg erschlossen. Dem könne man nicht noch mehr Verkehr zumuten.

Die große Mehrheit des Stadtrats vertrat die Meinung, man brauche in Höchstadt auch noch Grundstücke für Einfamilienhäuser.

Der Bebauungsplan Etzelskirchen Nord-Ost wird jetzt öffentlich ausgelegt. Interessierte Bürger können sich über Ziel, Zweck und Auswirkungen der Planung informieren und auch ihre Meinung äußern.

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