Die Ermittlungen an der Schmölzer Kita könnten schon bald abgeschlossen sein - zumindest sind sie schon so weit fortgeschritten, dass die Akte mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft Coburg zur Überprüfung liegt.
Lesen Sie hier die Hintergründe:
Geht der Fall zurück an die Ermittler? Wird das Verfahren eingestellt? Oder wird Klage erhoben? Das wird sich erst nach der Prüfung durch die Staatsanwaltschaft zeigen. Und was das für die Kindertagesstätte in Schmölz bedeutet, wird auch vom Ergebnis der Überprüfung abhängen.
Ermittlungen in Steinbach am Wald abgeschlossen - wie ist es danach weitergegangen?
Wie es allerdings aussehen kann, lässt sich vielleicht schon erkennen: Immerhin ist es nicht das erste Verfahren gegen Pädagogen im Kreis Kronach - genauer gesagt, ist erst in diesem Jahr gegen zwei Erzieherinnen des Kindergartens in Steinbach am Wald ermittelt worden.
Zur Erinnerung: Gegen zwei Erzieherinnen des Kindergartens in Steinbach am Wald sind Ermittlungen geführt worden, eine von ihnen ist deshalb auch entlassen worden. Die Tatvorwürfe lagen mehr als zwei Jahre zurück und sollten sich im eher niedrigschwelligen Bereich angesiedelt haben. Nach einer ersten Übermittlung der Akte an die Staatsanwaltschaft hatte sich der Tatvorwurf geändert - da war dann nicht mehr von einer Misshandlung von Schutzbefohlenen, sondern nur noch von einer Körperverletzung die Rede. Schlussendlich hat sich aber nicht klären lassen, ob sich die Vorfälle tatsächlich so ereignet haben, wie es den beiden Frauen vorgeworfen worden ist - das Verfahren ist eingestellt worden.
Trotz Einstellung des Verfahrens: Fall in Steinbach am Wald hat Spuren hinterlassen
Bekannt geworden ist das Anfang August - sprich, in Steinbach am Wald haben Kindergarten-Team und Erzbistum Bamberg vor rund drei Monaten genau das erlebt, was dem Dekanat und dem Schmölzer Kita-Team noch bevorsteht. Was ist seitdem dort passiert?
Grundsätzlich lässt sich erst einmal nicht sagen, dass der Fall keine Spuren hinterlassen hat - obwohl es nicht zu einem strafrechtlichen Verfahren gegen die Erzieherinnen gekommen ist. "Aus jedem Vorfall und Vorwurf können Lehren und Konsequenzen gezogen werden, die zur Vermeidung künftiger Vorfälle beitragen", betont Harry Luck, Sprecher des Erzbistums Bamberg, auf Nachfrage unserer Zeitung.
Ermittlungen gegen Kolleginnen: Kindergarten-Team hat Hilfe bei der Bewältigung bekommen
Egal, ob sich ein derartiger Vorwurf nun bestätigt oder nicht - für das Kindergarten-Team muss die Zeit während und nach den Ermittlungen schwer gewesen sein. Wie ist es gelungen, da zum Wohl der Kinder zusammenzuhalten? "Wenn ein Vorwurf gegen ein Teammitglied in einer Kindertagesstätte erhoben wird, erhält das Team zeitnah Begleitung durch ein Supervisionsangebot. Auch diese Einrichtung hat ein solches Angebot erhalten."
Auch aktuell erhalte das Team noch Begleitung. "Sollte es weiteren Bedarf an Unterstützung geben, wird dies zusammen mit dem Team veranlasst. Auch die Eltern können sich an die Begleitung wenden", erklärt Luck.
Kindergarten Steinbach am Wald: Team wird zur Prävention geschult
Gleichzeitig werde das Kindergarten-Team aber auch präventiv geschult. "Das Team der Kindertagesstätte hat in der Zwischenzeit eine Fortbildung zu den Themen Partizipation und grenzachtender Umgang mit Kindern besucht."
Und was ist mit den beiden beschuldigten Erzieherinnen? Ob sich die gekündigte Erzieherin mittlerweile in einem anderen Beschäftigungsverhältnis befindet, sei dem Bistum nicht bekannt. "Das arbeitsrechtliche Verfahren läuft noch", so Luck.
Freigestellt und gekündigt: Was ist aus den beiden beschuldigen Erzieherinnen geworden?
Die Erzieherin, die freigestellt worden ist, sollte zum 1. September in den Kindergarten zurückkehren - das ist allerdings nicht ganz so eingetroffen, wie es vor drei Monaten angedacht war. "Die freigestellte Erzieherin arbeitet seit 01.09.2024 in einer anderen Kindertageseinrichtung", so Luck. Soll heißen: Sie ist weiterhin beim Erzbistum Bamberg angestellt, doch wird in einem anderen Kindergarten im Kreis Kronach eingesetzt. "Der Einsatz der Mitarbeiterin läuft bis jetzt tadellos."
"Da die neun katholischen Kindertagesstätten des Seelsorgebereichs Frankenwald seit dem 01. September 2024 unter der Trägerschaft der Gesamtkirchengemeinde Frankenwald laufen, war eine Zuordnung zu einem anderen Dienstort kein Problem", erklärt Luck. Rechtlicher Vertreter diese Gesamtkirchengemeinde Frankenwald ist leitender Pfarrer Detlef Pötzl. "Der Übergang der Betriebsträgerschaft auf die GKG war langfristig geplant und steht nicht im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen die beiden Erzieherinnen in Steinbach am Wald", erklärt er.
Lesen Sie auch:














