Auf dem Weg zur Sanierung der Haba-Familygroup ist jetzt eine wichtige Hürde genommen worden. Vor dem Amtsgericht Coburg fand ein sogenannter Prüfungstermin statt, zu dem alle Gläubiger des Spielwarenherstellers aus Bad Rodach geladen waren.
Gläubiger stimmen Sanierungsplan zu
Wie eine Sprecherin der Haba-Familygroup am Montag mitteilte, haben bei diesem Prüfungstermin alle Gläubiger dem vorgelegten Sanierungsplan zugestimmt.
Das bedeutet: Dieser Sanierungsplan kann nun umgesetzt werden. Und, was vor allem für die Außendarstellung des traditionsreichen Familienunternehmens wichtig sein dürfte: Hinter das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das Anfang Dezember 2023 beantragt und begonnen worden war, kann Ende Februar 2024 ein Schlussstrich gezogen werden. Es wird beendet. Die Sprecherin der Haba-Familygroup benutzte auch die Formulierung, wonach die Firma das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung „verlassen“ könne.
Haba-Familygroup: Raus aus dem Insolvenzverfahren
So oder so bedeutet diese jüngste Entwicklung: Der im Dezember 2023 genannte Zeitplan, wonach das Eigenverwaltungsverfahren möglichst in drei Monaten abgeschlossen sein soll, wurde eingehalten.
Die Sprecherin der Haba-Familygroup warf deshalb auch schon einen Blick nach vorne: „Wir werden unsere Neuausrichtung jetzt konsequent umsetzen.“
Abschied von Jako-o
Zu dieser „Neuausrichtung“ gehören im Wesentlichen zwei Dinge. Zum einen wird sich die Haba-Familygroup künftig auf die beiden Marken Haba (für Spielsachen) sowie Haba-Pro (Einrichtungen für Kinderbetreuungseinrichtungen) konzentrieren. Von der einstigen Erfolgsmarke Jako-o wird man sich hingegen trennen. Ein Käufer konnte bislang aber noch nicht gefunden werden, wie zu hören ist.
Massiver Stellenabbau in Bad Rodach
Zum anderen gab es bei der Haba-Familygroup einen massiven Stellenabbau. Am Stammsitz in Bad Rodach betrifft das rund 450 Arbeitsplätze. Komplett aufgegeben wurde der Standort in Eisleben (Sachsen-Anhalt). Für den dortigen Betrieb konnte aber ein Käufer gefunden werden, der auch fast alle der 100 Arbeitsplätze erhalten möchte.
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