Der März ist da – und mit Ablauf des 29. Februars hat die Haba-Familygroup das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung verlassen.
Haba informiert über Neuausrichtung
Das traditionsreiche Familienunternehmen mit Sitz in Bad Rodach (Landlreis Coburg) hat dazu eine umfassende Presseinformation veröffentlicht. Darin wird unter anderem Mario Wilhelm zitiert. Der Geschäftsführer der Haba-Familygroup bezeichnet das Ende des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung als einen „wichtigen Meilenstein auf unserem Weg in die Zukunft“.
Weiter erklärt Mario Wilhelm: „Wir senden damit ein maßgebliches Signal an unsere Kunden, Lieferanten und auch die Region.“
Das Ende des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung habe vor allem für den Vertriebsbereich von Haba Pro (ehemals Wehrfritz) einen besonders hohen Stellenwert. Denn jetzt könne Haba Pro wieder an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen.
Haba Pro rüstet Kinderbetreuungseinrichtungen mit Möbeln aus. Im Dezember hatte die Vertriebs- und Marketingchefin Stefanie Frieß angekündigt, dass Haba Pro seine bundesweite Marktführerschaft verteidigen und wenn möglich sogar ausbauen wolle. Sie sehe dafür auch gute Chancen. Denn: „Bei der Einrichtung von Tagesstätten herrscht bundesweit großer Nachholbedarf. Diesen Raum füllen wir mit unseren Produkten bestens aus.“
Konzentration auf Haba und Haba Pro
Im Zuge des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung hat die Haba-Familygroup mehrere hundert Arbeitsplätze am Firmensitz in Bad Rodach gestrichen. Dies galt als Voraussetzung, um das Gesamtunternehmen retten zu können.
Der „Zukunftspakt 2030“, der geschnürt wurde, beinhaltet eine Konzentration auf die beiden Marken Haba (Spielwaren) und Haba Pro (Möbel).
Die Marke „Jako-o“ wird hingegen aufgegeben. Derzeit laufen noch Gespräche über einen möglichen Verkauf der Marke. Unabhängig davon wurden einige ausgewählte Produkte, die bislang als „Jako-o“ firmierten, in den Geschäftsbereich von Haba übernommen.
In ihrer Pressemitteilung zum Ende des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung informiert die Haba-Familygroup außerdem über die künftige Struktur der Unternehmensleitung.
Haba: Führungsspitze wird erweitert
Zur Erinnerung: Zuletzt bestand die Unternehmensleitung aus drei Personen. Neben Mario Wilhelm und Stefanie Frieß war dies noch Sabine Habermaass als Vertreterin der Gesellschafterfamilie.
Künftig wird ein Lenkungsausschuss als Aufsichtsgremium eingesetzt und die Geschäftsführung beraten.
Sanierungsexperte begleitet Neuausrichtung
Zudem werden Dr. Mario Wilhelm und Stefanie Frieß vom externen Sanierungsexperten Marcus Katholing von der Pluta Management GmbH unterstützt. Marcus Katholing hat bereits zahlreiche Unternehmen durch Eigenverwaltungsverfahren und Sanierungen sowie deren Neuausrichtung begleitet.
„Weichen für erfolgreiche Zukunft gestellt“
Abschließend wird in der Haba-Presseinformation Martin Mucha zitiert. Der Sanierungsexperte von der Kanzlei Grub Brugger war während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung als Generalbevollmächtigter eingesetzt. Mucha erklärt: „Wir haben in den letzten Monaten intensiv an einer klaren Markenpositionierung, tragfähigen Kostenstrukturen und einer nachhaltigen Aufstellung des Unternehmens nach innen und außen gearbeitet. Es ist uns gelungen, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Haba-Familygroup zu stellen, damit das Unternehmen an seine 85-jährige Tradition anknüpfen kann.“












