Bei den Themen Fitness und Gesundheit zählt Jutta Kurt wohl zu den profiliertesten Expertinnen in der Region. Sie hat an der Medau-Schule Physiotherapie studiert, ist heute als Fitnesstrainerin im Sportland in Dörfles-Esbach tätig und engagiert sich unter anderem als Athletiktrainerin bei den Basketballern des BBC Coburg.
Und trotzdem: Dass Jutta Kurt am Abend des Dreikönigstags ein alkoholisches Getränk zu sich nimmt, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. Wäre das ein Widerspruch? Nein. Vielmehr würde es sinnbildlich für die von ihr empfohlene „gesunde Mischung“ stehen. Ganz allgemein lässt sich das auf den Nenner bringen: Wer sich bewusst ernährt und auch regelmäßig bewegt, der braucht beim Genuss eines Bieres nicht sofort ein schlechtes Gewissen haben.
Neujahrslauf in Coburg
Was Jutta Kurt betrifft, wird das am Dreikönigstag wie folgt aussehen: Vormittags nimmt sie am Coburger Neujahrslauf teil und nimmt die 34-Kilometer-Strecke in Angriff; abends wird sie sich dann etwas gönnen. „Wahrscheinlich ein Glas Wein“, sagt sie, weil Bier grundsätzlich nicht so ihr Ding sei. Wohlwissend, „dass Bier an sich ja gar kein so ungesundes Getränk ist!“ Wie so oft ist auch hier die Menge entscheidend.
Apropos: Im Sportland herrscht derzeit Hochbetrieb. „Das ist im Januar aber eigentlich immer so“, erzählt Jutta Kurt, „doch erfahrungsgemäß lassen im Laufe des Jahres bei vielen Menschen die guten Vorsätze nach.“ Deshalb plädiert die Fitnesstrainerin auch hier für die gesunde Mischung: „Man sollte es locker angehen lassen und sich am Anfang nicht zu viel auflasten!“ Das mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr sieht Jutta Kurt übrigens ähnlich kritisch wie unkontrollierten Alkoholkonsum am Dreikönigstag: „Wenn ich etwas verändern möchte oder wenn ich mit Freunden einen geselligen Abend verbringen möchte, dann muss ich doch nicht auf ein bestimmtes Datum warten.“
Tipps für einen schönen Dreikönigstag
Grundsätzlich wirbt Jutta Kurt für das „80/20-Prinzip“. Dieses besagt, dass man sich zu 80 Prozent „vernünftig“ bewegen und ernähren sollte, weil dann die 20 Prozent „Sünden“, die zum Beispiel Alkohol oder Süßigkeiten sein können, gar nicht mehr so problematisch sind. Oder, heruntergebrochen auf den Dreikönigstag: Wer sich abends etwas Stärke antrinken möchte, sollte sich tagsüber bereits körperlich betätigt haben. Nein, es muss nicht gleich eine heftige Sporteinheit wie ein 34-Kilometer-Lauf sein, beruhigt Jutta Kurt und muss schmunzeln, „ein Spaziergang an der frischen Luft reicht auch!“
Außerdem empfiehlt die Fitnesstrainerin, einen Ingwer-Shot zu trinken, gerne noch mit einem Spritzer Zitrone – „das stärkt die Abwehrkräfte!“ Wer dann auch noch etwas Obst und/oder Gemüse zu sich nimmt sowie auf „gute Kohlenhydratquellen“ (also etwa Kartoffeln oder auch mal Quinoa ausprobieren) sowie gute Proteinquellen (Hülsenfrüchte, Fisch, hochwertiges Fleisch) achtet, der hat eine gute Basis – eine Basis, auf der sich dann auch Stärke antrinken lässt!
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