Ein ungeschriebenes Gesetz im Journalismus lautet: „Keine Witze über Namen!“ In diesem Fall sind wir aber geradezu gezwungen. Denn wir müssen ja berichten, was im Bausenat passiert ist.
Gesucht wurde ein Name für den Platz am Globe. Bevor man sich auf „Nina-Bellosa-Platz“ einigte, stand auch „Wilhelmine-Schröder-Devrient-Platz“ zur Debatte. Ramona Brehm (SPD) fand das zwar „sehr charmant“, doch Hans-Herbert Hartan (CSU) sorgte sich schon um die Navigationsgeräte dieser Welt, die mit Spracherkennung arbeiten. Gerhard Amend (CSB) fragte, ob nicht auch einfach nur „Schröder“ möglich sei. Davon abgesehen, dass der Name „Schröder“ zurzeit leider gar keinen guten Klang mehr in Deutschland hat: Nein, das geht natürlich nicht. Die Wilhelmine gibt’s nur mit Bindestrich.
Und damit zurück zu Hans Bindestrich Herbert Hartan. Der warf in die Diskussion noch die Bemerkung ein: „Ach, hätte sie doch nur einen Herrn Müller geheiratet.“ Übrigens: Nina Bellosa war gleich zweimal verheiratet. Ihr Mädchenname war Lay, dann hieß sie Moltke, ehe sie durch die Heirat mit dem Schauspieler Konrad Bellosa zum vielleicht klangvollsten Namen ihres Lebens kam.
Für so viel Romantik hatten Peter Kammerscheid (Pro Coburg) und Wolfram Haupt (Grüne) nichts übrig. „Wir sind halt Männer“, räumte Kammerscheid ein, nachdem er und Haupt für „Am Globe“ gestimmt hatten. Dieser Name wiederum ist so schlicht, da könnte man auch gleich Müller-Platz nehmen. Oder, noch besser: Schmidt-Platz! Also ich wäre dafür gewesen.
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