Die von der Stadt Coburg am Donnerstag verhängten Auflagen haben offenbar Wirkung gezeigt: Die beiden aus dem Iran geflüchteten Männer, die seit fast zwei Wochen vor dem Coburger Landratsamt gezeltet haben, haben ihr „Protest-Camp“ verlassen.
Wie berichtet, hatten sie mit ihrer Aktion darauf hinweisen wollen, dass sie in ihren jeweiligen Flüchtlingsunterkünften in Rödental beziehungsweise Neustadt bei Coburg einem enormen psychischen Druck ausgesetzt seien. Gerne, so ihre Auskunft, würde sie in Unterkünfte in Nürnberg beziehungsweise Baden-Württemberg verlegt werden. Um dies zu entscheiden, wäre allerdings die Regierung von Oberfranken zuständig.
Die beiden Männer hatten ihre Aktion ganz offiziell als „Versammlung unter freiem Himmel“ angemeldet. Und zwar bei der Stadt Coburg. Denn das Protest-Camp war zwar auf dem Gelände der Landkreis-Behörde, doch dieses befindet sich wiederum auf dem Gebiet der Stadt Coburg. Am Donnerstag dann hatte die Stadt für diese „Versammlung“ einige Auflagen gemacht. Allen voran: Die beiden Männer dürfen nur noch „während der Bürozeiten des Landratsamts“ demonstrieren. Also nicht mehr nachts und nicht am Wochenende.
Am Freitagmorgen war vom Protest-Camp schon nichts mehr zu sehen. Ob die beiden Männer aber vielleicht am Montag zurückkommen, ist unklar. Denn: Ihre Forderungen sind ja bislang nicht von Erfolg gekrönt gewesen.
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