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Klinikum
Sana-Einstieg in Coburg verzögert sich
Klinikum Coburg
Auf unserer grafischen Darstellung befindet sich bereits das „S“ der Sana AG auf dem Klinikum Coburg, das bislang noch zum Regiomed-Verbund gehört. Auch die Kliniken in Neustadt und Lichtenfels werden bald zu Sana gehören. // Grafik: Franziska Schäfer
Coburg – Für alle Teilbereiche des insolventen Regiomed-Verbunds gibt es inzwischen Lösungen. Der geplante Betriebsübergang am Krankenhaus in Coburg gestaltet sich aber offenbar komplizierter als gedacht.

Für die meisten Gesellschaften des Klinikverbunds Regiomed wurde Anfang des Jahres ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Neun Monate später biegt dieses Verfahren nun auf die Zielgerade ein. Die Lösungen, die für die einzelnen Bereiche gefunden werden konnten, sind zum Teil sehr unterschiedlich.

Sana steigt in Coburg ein

Die Krankenhäuser in Sonneberg und Hildburghausen zum Beispiel bleiben auch weiterhin in kommunaler Hand. Anders die Situation in Coburg, Neustadt bei Coburg und Lichtenfels: Die dortigen Kliniken werden vom privaten Betreiber Sana übernommen.

Zwischenzeitlich gab es den ehrgeizigen Zeitplan, dass der Betriebsübergang von Regiomed zu Sana bereits zum 1. Oktober 2024 erfolgen kann. Doch mittlerweile steht fest, dass sich dieser Termin nicht halten lässt. „Es gibt noch Klärungsbedarf“, sagte am Montag ein Regiomed-Sprecher dem Coburger Tageblatt. Aber: „Wir sind in der finalen Klärung.“

Sana möchte Belegschaft informieren

Der mögliche Zeitplan sieht laut diesem Sprecher nun wie folgt aus: In der letzten September-Woche könnte die mit Spannung erwartete Betriebsversammlung stattfinden. Dort wollen auch Vertreter von Sana zur Belegschaft sprechen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Der Oktober werde wohl noch für Notar- und Gerichtstermine benötigt. Der Betriebsübergang von Regiomed zu Sana könnte somit zum 31. Oktober 2024 beziehungsweise 1. November 2024  erfolgen.

Lösungen für bisherige Regiomed-Einrichtungen

Bereits zum 1. September 2024 gab es Veränderungen für einige andere, bisherige Regiomed-Einrichtungen. So sind die Seniorenzentren „Am Thomasberg“, „Hildburghäuser Land“, „Wohnen im Alter“ und die Wohnheime für psychisch Kranke und seelisch Behinderte „Friedrichshall“ sowie „Leuchtturm“ an die AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH übergegangen. In einer Pressemitteilung ist die Rede davon, dass die Beschäftigten „tatkräftig an einem reibungslosen Betriebsübergang mitgewirkt“ hätten. Und: Durch die Sicherung der Arbeitsplätze und die „langfristige Perspektive für Bewohnerinnen und Bewohner“ habe man ein „entschiedenes Zeichen für den Erhalt der medizinischen und pflegerischen Versorgung in der Region“ setzen können.

Auch für das Klinikum Hildburghausen, die Rehaklinik Masserberg und das Ambulante Zentrum Henneberger Land (AZHL) sei eine zukunftssichere Lösung „in greifbarer Nähe“, wie es heißt. Zwischenzeitlich sei eine eigens für die Trägerschaft des Landkreises Hildburghausen bezweckte Verwaltungsgesellschaft gegründet worden. Daran würden dann in der geplanten Gesellschafterstruktur das Klinikum, die Rehaklinik sowie das Ambulante Zentrum am Standort Hildburghausen angegliedert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reinigung, des Catering sowie der Menüberatung würden von der Service GmbH in die Einrichtung übergehen und dort übernommen. Am Montag, 16. September 2024, werde das zuständige Amtsgericht Nürnberg über den Insolvenzplan und das darin enthaltene Konzept „für die nachhaltige Zukunft der Hildburghäuser Einrichtungen im neuen Trägerkonstrukt“ entscheiden. Bestätigen Gläubigerversammlung und Gericht den Plan, könnte der Betriebsübergang zum 1. Oktober 2024 erfolgen. 

Ebenfalls zum 1. Oktober 2024 soll der bisherige Regiomed-Rettungsdienst auf die ASB Rettungsdienst Thüringen GmbH übergehen. 

Für die weiteren Teilbereiche des Regiomed-Verbundes im Landkreis Sonneberg sowie in den Landkreisen Lichtenfels und Coburg werden voraussichtlich im Oktober 2024 Gerichtstermine möglich sein, sodass sich der anschließende Betriebsübergang für diese Einrichtungen - darunter auch die besagten Krankenhäuser - voraussichtlich zum 31. Oktober oder eben zum 1. November 2024 verwirklichen lassen.

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