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Überraschung
Das Comeback des Johann Adolf von Schultes
Bis 2015 gab es eine Von-Schultes-Straße in Coburg. Sie wurde dann aber in Max-Brose-Straße umbenannt.
Bis 2015 gab es eine Von-Schultes-Straße in Coburg. Sie wurde dann aber in Max-Brose-Straße umbenannt. // Bastian / Archiv
Coburg – In Coburg war nach dem herzoglichen Archivar eine Straße benannt. Doch zugunsten von Max Brose musste Johann Adolf einst Platz machen. Jetzt kommt er wohl zurück.

In der nächsten Sitzung des Coburger Senats für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen am Mittwoch, 15. März, stehen spannende Themen auf der Tagesordnung. Allen voran geht es um die Gestaltung der Außenanlagen rund ums künftige Globe. Die Planung für einen Parkplatz am Globe sollen ebenfalls vorangetrieben werden. Und dann soll auch noch entschieden werden, welche Adresse das Globe, also die Interimsspielstätte des Landestheaters, künftig eigentlich haben soll.

Offiziell ist noch nichts dazu verlautbart worden. Doch auf einem provisorischen Schild ist bereits zu lesen, dass es am Globe bald den „Von-Schultes-Platz“ geben wird.

Für das Gelände rund ums Globe werden noch Namen gesucht. Von Schultes ist offenbar ein heißer Kandidat.
Für das Gelände rund ums Globe werden noch Namen gesucht. Von Schultes ist offenbar ein heißer Kandidat. // Bastian / Aktuell

Von Schultes? Ja, die Stadt würde damit ein Versprechen aus dem Jahr 2015 einlösen. Damals wurde die bereits existierende Von-Schultes-Straße in Max-Brose-Straße umbenannt. Von Schultes, der von 1744 bis 1821 lebte, mit Vornamen Johann hieß und als herzoglicher Archivar tätig war, sollte deshalb aber nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb hieß es, dass es an einer anderer Stelle – möglicherweise auf dem Güterbahnhofsgelände – eine neue Straße geben soll, mit der an Johann von Schultes erinnert wird.

Nun aber könnte es sogar ein Platz werden. Immerhin: Ein Mieter der Designwerkstatt, die jüngst vom Hofbrauhaus in eines der Globe-Nebengebäude umgezogen ist, nennt auf seiner Homepage ebenfalls als Adresse: Von-Schultes-Platz.

Wer war Johann Adolf von Schultes?

Herkunft Johann Adolf von Schultes (1744 bis 1821) wuchs  in Themar (Landkreis Hildburghausen) auf, wo sein Vater herzoglicher Amtmann   war. Ab 1770 unterstützte er seinen Vater in diesem Amt, 1771 übernahm er es offiziell und stand damit ebenfalls im Dienst des Herzogshauses.

Karriere  1797 wurde Schultes auf eigenen Wunsch in den Adelsstand erhoben. Damit  hatte er Ansprüche auf Anteile an den Familienstiftungen seiner Frau, einer geborenen von Imhoff. 1803 wurde Johann Adolf von Schultes als Archivar an das Landesministerium nach Coburg berufen. 

Autor 1814 veröffentlichte von Schultes seine „Coburger Landesgeschichte des Mittelalters“. Zuvor hatte er die „Diplomatische Geschichte des Hauses Henneberg“ und eine historisch-statistische Beschreibung der Grafschaft veröffentlicht.

Würdigungen  1929 ist seine Biografie in dem Buch „Das geehrte und gelehrte Coburg“ zu finden, schon 1891 wird er in der „Allgemeinen Deutschen Biographie“  gelistet.

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