„Bauschuttdeponie am Lokschuppen?“ – Diese Schlagzeile im Coburger Tageblatt vom 3. Juni hat vor allem viele Anwohner im Bereich des Kalenderwegs aufgeschreckt. Doch nun meldet sich der Eigentümer des Geländes zu Wort und möchte einige Dinge klar stellen. Allen voran: Nein, eine dauerhafte Bauschuttdeponie wird dort nicht entstehen.
Pläne für einen Supermarkt?
Eigentümer des Geländes im Coburger Norden ist seit etwa fünf Jahren eine Bauträgerfirma aus Würzburg. Im Coburger Land war sie zuletzt für den Bau eines Supermarkts verantwortlich. Was genau am Alten Lokschuppen geplant ist, wollte eine Projektentwicklerin der Firma auf Nachfrage des Coburger Tageblatts nicht verraten. Man sei aber schon seit längerem in Kontakt mit der Stadt Coburg, um das Projekt voranzutreiben. „Aber es gibt leider viele Hürden.“ Als besonders schwierig gilt bekanntlich vor allem die Zufahrt, die derzeit nur über eine enge Stichstraße möglich ist, die vom Kalenderweg abzweigt.
Ziel: Lokschuppen erhalten
„Höchste Priorität“ hat nach Auskunft der Projektentwicklerin der Erhalt sowohl des Alten Lokschuppens als auch der historischen Drehscheibe – beide stehen auch unter Denkmalschutz.
Wäre also vielleicht ein Supermarkt mit zusätzlicher Event-Gastronomie denkbar? Ergänzt noch durch eine kleine Wohnbebauung? Die Projektentwicklerin bittet um Verständnis: kein Kommentar!
Was sie aber sagen kann, ist: „Die recycelbaren Baustoffe, die in den vergangenen Tagen angeliefert wurden, werden dort lediglich zwischengelagert.“ Geplant sei, dass sie irgendwann wieder abgeholt werden – dann aber „nach und nach“, um die Belastungen für die Anwohner möglichst gering zu halten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Bei Abbrucharbeiten entsteht Bauschutt, der endgelagert werden muss. Bei dem Material, das derzeit am Alten Lokschuppen zwischengelagert wird, handelt es sich allerdings um Bau-Ersatzmaterial. Das heißt: Material, das bei Abbrucharbeiten entsteht (in diesem Fall: am ehemaligen DSZ), wird mit moderner Technik so aufbereitet, dass es beim Bau neuer Gebäude, Wege und Straßen wiederverwendet werden kann.
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