0
Verfahren geht weiter
Anschlag auf Synagoge: Verurteilter legt Berufung ein
Das Gericht hatte den 22-Jährigen am 26. Mai zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen versuchter schwerer Brandstiftung und gemeinschädlicher Sachbeschädigung verurteilt. Am 7. Juni hat er Berufung eingelegt.Forchheim & Fränkische Schweiz
Das Gericht hatte den 22-Jährigen am 26. Mai zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen versuchter schwerer Brandstiftung und gemeinschädlicher Sachbeschädigung verurteilt. Am 7. Juni hat er Berufung eingelegt. // Andreas Kraft
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Ermreuth – Der wegen versuchter Brandstiftung in Ermreuth verurteilte 22-Jährige hat über seinen Verteidiger Berufung eingelegt.

Das Verfahren um den versuchten Brandanschlag auf die Synagoge in Ermreuth geht in die nächste Instanz. Der Angeklagte habe gegen das Urteil über seinen Verteidiger Berufung eingelegt, teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bamberg am Mittwoch (7. Juni) der Deutschen Presseagentur mit.

Haftstrafe von zweieinhalb Jahren für 22-Jährigen

Das Gericht hatte den 22-Jährigen am 26. Mai zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen versuchter schwerer Brandstiftung und gemeinschädlicher Sachbeschädigung verurteilt. Der Richter hatte dem Angeklagten eine seit Jahren bestehende rechtsextreme Gesinnung attestiert. Er sei sich der Konsequenzen seiner Tat trotz eines erheblichen Alkoholkonsums bewusst gewesen und das Urteil solle insofern auch ein deutliches Zeichen setzen, hieß es zur Begründung.

Der junge Mann hatte vor Gericht erklärt, eine rechtsradikale Gesinnung zu haben, und eingeräumt, in der Nacht auf Neujahr 2023 in betrunkenem Zustand eine Scheibe der Synagoge eingeschlagen zu haben.

Überwachungsvideo zeigt Anschlag auf Synagoge Ermreuth

Ein Überwachungsvideo zeigt, wie er daraufhin mehrfach versuchte, ein Feuerwerk anzuzünden und es in die Synagoge zu werfen. Als das nicht gelang, ging er schließlich weiter.

In dem Gebäude befanden sich zu dieser Zeit keine Menschen. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 1600 Euro. Der Vorfall hatte weit über die Gemeinde hinaus für Empörung gesorgt.

Lesen Sie hier alles Wissenswerte zu diesem Thema:

Inhalt teilen
  • kopiert!