Noch wagt sich keine Partei aus der Deckung. Die Kommunalwahlen in Bayern stehen zwar erst in rund zwei Jahren an, doch in diesem Super-Wahljahr 2024 lohnt sich ein früher Blick auf das Rennen um den OB-Sessel in Forchheim.
2020 plätscherte der Wahlkampf der drei Kontrahenten Uwe Kirschstein (SPD), Udo Schönfelder (CSU) und Annette Prechtel (Grüne/FGL) eher dahin. Dass alle drei seither als Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterin mitregieren, dürfte den Spannungsbogen nicht zusätzlich erhöhen.
Und doch verspricht die OB-Wahl 2026 um einiges spannender zu werden.
Ton in Forchheims Stadtrat wird rauer
Nicht nur, dass viele Themen die Stimmung innerhalb der Stadtpolitik seit Monaten aufheizen (sich verzögernde und verteuernde Megabaustellen, haushalterische Prioritätensetzung, Erfüllung von kommunalen Pflichtaufgaben). Kirschstein, Schönfelder und Prechtel müssen sich durch ihre Posten als Verwaltungs-Chefs immer wieder und oft zu Recht Kritik von ihren eigenen Stadtratsparteien einstecken. Der Ton in der parlamentarischen Auseinandersetzung wird rauer.
Hinzu kommt, dass es wohl ein größeres Bewerberfeld als noch 2020 geben wird. Mit möglichen Kandidaten der Freien Wähler, FDP und AfD könnten diesmal besonders viele Köpfe um den Chefsessel im Rathaus buhlen. Vor allem Letztere werden einen phlegmatischen Wahlkampf kaum zulassen. Wenngleich sich die Forchheimer AfD in der aktuellen Legislaturperiode als kommunalpolitisch absolut wirkungslos entzauberte, wird sie wider gesellschaftliche Vernunft noch mehr Stimmen einfangen.
Demokratische Pflicht: Rechtsextreme verhindern
Daher werden sich die demokratischen Parteien auf einen harten Wahlkampf einstellen müssen. Auch wenn ein AfD-Oberbürgermeister unrealistisch ist. Es darf einer in weiten Teilen rechtsextremen Partei wie der AfD nicht gelingen, den Stadtrat durch überladene Präsenz in den Klammergriff zu nehmen und mit ihrer destruktiven Politik die künftige Zusammenarbeit zwischen OB, Stadtrat und Verwaltung zu lähmen.
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