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Innenstadt Forchheim
Citymanager: Streit beigelegt, aber Lösung vertagt
Baustelle Innenstadt: Um wieder mehr Leben in Forchheims Fußgängerzone  zu bringen, braucht es eine starke Zusammenarbeit zwischen Händlern und Behörden. Ein gut aufgestelltes Citymanagement soll diese Aufgabe übernehmen. Bei der Umsetzung hapert ...Forchheim & Fränkische Schweiz
Baustelle Innenstadt: Um wieder mehr Leben in Forchheims Fußgängerzone zu bringen, braucht es eine starke Zusammenarbeit zwischen Händlern und Behörden. Ein gut aufgestelltes Citymanagement soll diese Aufgabe übernehmen. Bei der Umsetzung hapert es seit Monaten. Ist nun Besserung in Sicht? // Stephan Großmann
Forchheim – Forchheim braucht ein Citymanagement. Aber wie diese Aufgabe aussehen könnte und wer die Stelle übernehmen soll, bleibt weiter vage. Immerhin: Stadtrat und Verwaltung sehen eine gemeinsame Tendenz.

Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es wohl nicht mehr an. Oder? Seit die damalige Citymanagerin Elena Büttner vor etwas mehr als zwei Jahren gekündigt hatte, sucht Forchheim nach einer adäquaten Nachfolgelösung.

Diese befindet sich zwar weiterhin nicht auf der Zielgeraden. Aber, das betonen die Stadträte sowie Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) im Personalausschuss am Donnerstag unisono, man könne nun endlich eine klare Richtung aufzeigen. Eine gemeinsame.

Suche nach Citymanagement gerät zur Hängepartie

Ein solche war in den vergangenen Monaten nicht immer erkennbar. Eine erste Bewerbungsrunde scheiterte, die von der Verwaltung ausgesuchten und vorgestellten Bewerberinnen fielen bei den Stadträten durch. Es entwickelte sich eine Hängepartie. An deren Ende überall lange Gesichter: auf Seiten der Verwaltung, auf Seiten der Stadtpolitik und vor allem auf Seiten der Händlerschaft.

Wer kümmert sich künftig um die Belange der Forchheimer Innenstadt? Eine Richtung scheint nun klarer zu werden.Forchheim & Fränkische Schweiz
Wer kümmert sich künftig um die Belange der Forchheimer Innenstadt? Eine Richtung scheint nun klarer zu werden. // Stephan Großmann

Zuletzt stellt man die gesamte Organisationsstruktur des früheren, bisherigen und zukünftigen Citymanagements auf dem Prüfstand. Nun scheint, allmählich, Bewegung in die Sache zu kommen.

Stadtverwaltung Forchheim zeigt Ideen für Citymanagement auf

Mit Regina Hefter hat eine junge Frau aus dem Haupt- und Organisationsamt das Heft des Handels in die Hand genommen und den Stadträten nun verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Forchheim sein Citymanagement künftig aufstellen könnte.

Die Gretchenfrage: intern oder extern besetzen? Hefter hatte hierzu vorab über viele Tellerränder in andere Kommunen geschaut und die Konzepte miteinander verglichen. Ihr Fazit: „Es gibt nicht das eine Erfolgsrezept, es kommt auf die Stadt an.“

Fast fraktionsübergreifend herrscht am Donnerstag im Haupt- Personal- und Kulturausschuss (HPKA) der Konsens, die Stelle des Citymanagements unbedingt innerhalb der Stadtverwaltung ansiedeln zu wollen. Einzig die SPD hätte sich die Gründung einer externen Genossenschaft vorstellen können, wolle sich aber laut Stadträtin Lisa Hoffmann einer anderen Lösung nicht verweigern.

Konsens: Citymanagement soll in Verwaltung integriert werden

Dieser anderen Lösung sind die HPKA-Mitglieder am Donnerstag ein gutes Stück nähergekommen. Eindeutig sprechen sich die Lokalpolitiker dagegen aus, das Citymanagement wie bisher dem Oberbürgermeister direkt als Stabsstelle zu unterstellen. Die meisten befürwortenden Stimmen erhält der Vorschlag, die Stelle künftig dem Referat 3 in der Stadtverwaltung zuzuordnen, in dem sich unter anderem auch das Tourismusmanagement befindet.

Dies habe die Vorteile, dass etwa Veranstaltungen koordinierter geplant, bereits etablierte Tourismus-Netzwerk ausgebaut und personelle Ressourcen effizienter genutzt werden könnten. Laut OB Kirschstein hätten bereits verwaltungsinterne Gespräche stattgefunden, ob und wie sich ein Citymanagement integrieren ließe. Offen seien aber noch viele Detailfragen. Und: Auch eine konkrete Personalie ist noch nicht in Sicht.

Also dauert es noch, bis sich eine für alle zufriedenstellende Lösung in der Causa Citymanagement kommunizieren lässt.

Uwe Kirschstein, Oberbürgermeister Forchheim (SPD)Forchheim & Fränkische Schweiz
Uwe Kirschstein, Oberbürgermeister Forchheim (SPD) // Barbara Herbst

Agentur soll helfen, verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren

Aber, das betont OB Uwe Kirschstein, bis dahin werde man nicht tatenlos bleiben: „Aktuell befinden wir uns in Gesprächen mit einer externen Agentur, die uns beispielsweise darin unterstützt, den nächsten verkaufsoffenen Sonntag am 1. Oktober zu gestalten“. Unterstützende Beratungen von außen wolle man sich auch für die Zeit eines voll besetzten Citymanagements offen halten, sagt er.

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, müsse man aber ins Tun kommen, so der OB. Bis zur nächsten Sitzung des HPKA im Oktober solle nun genauestens ausgearbeitet werden, wie sich das Citymanagement künftig an die Verwaltung angliedern und wie es funktionieren soll.

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