Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es wohl nicht mehr an. Oder? Seit die damalige Citymanagerin Elena Büttner vor etwas mehr als zwei Jahren gekündigt hatte, sucht Forchheim nach einer adäquaten Nachfolgelösung.
Diese befindet sich zwar weiterhin nicht auf der Zielgeraden. Aber, das betonen die Stadträte sowie Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) im Personalausschuss am Donnerstag unisono, man könne nun endlich eine klare Richtung aufzeigen. Eine gemeinsame.
Suche nach Citymanagement gerät zur Hängepartie
Ein solche war in den vergangenen Monaten nicht immer erkennbar. Eine erste Bewerbungsrunde scheiterte, die von der Verwaltung ausgesuchten und vorgestellten Bewerberinnen fielen bei den Stadträten durch. Es entwickelte sich eine Hängepartie. An deren Ende überall lange Gesichter: auf Seiten der Verwaltung, auf Seiten der Stadtpolitik und vor allem auf Seiten der Händlerschaft.
Zuletzt stellt man die gesamte Organisationsstruktur des früheren, bisherigen und zukünftigen Citymanagements auf dem Prüfstand. Nun scheint, allmählich, Bewegung in die Sache zu kommen.
Stadtverwaltung Forchheim zeigt Ideen für Citymanagement auf
Mit Regina Hefter hat eine junge Frau aus dem Haupt- und Organisationsamt das Heft des Handels in die Hand genommen und den Stadträten nun verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Forchheim sein Citymanagement künftig aufstellen könnte.
Die Gretchenfrage: intern oder extern besetzen? Hefter hatte hierzu vorab über viele Tellerränder in andere Kommunen geschaut und die Konzepte miteinander verglichen. Ihr Fazit: „Es gibt nicht das eine Erfolgsrezept, es kommt auf die Stadt an.“
Fast fraktionsübergreifend herrscht am Donnerstag im Haupt- Personal- und Kulturausschuss (HPKA) der Konsens, die Stelle des Citymanagements unbedingt innerhalb der Stadtverwaltung ansiedeln zu wollen. Einzig die SPD hätte sich die Gründung einer externen Genossenschaft vorstellen können, wolle sich aber laut Stadträtin Lisa Hoffmann einer anderen Lösung nicht verweigern.
Konsens: Citymanagement soll in Verwaltung integriert werden
Dieser anderen Lösung sind die HPKA-Mitglieder am Donnerstag ein gutes Stück nähergekommen. Eindeutig sprechen sich die Lokalpolitiker dagegen aus, das Citymanagement wie bisher dem Oberbürgermeister direkt als Stabsstelle zu unterstellen. Die meisten befürwortenden Stimmen erhält der Vorschlag, die Stelle künftig dem Referat 3 in der Stadtverwaltung zuzuordnen, in dem sich unter anderem auch das Tourismusmanagement befindet.
Dies habe die Vorteile, dass etwa Veranstaltungen koordinierter geplant, bereits etablierte Tourismus-Netzwerk ausgebaut und personelle Ressourcen effizienter genutzt werden könnten. Laut OB Kirschstein hätten bereits verwaltungsinterne Gespräche stattgefunden, ob und wie sich ein Citymanagement integrieren ließe. Offen seien aber noch viele Detailfragen. Und: Auch eine konkrete Personalie ist noch nicht in Sicht.
Also dauert es noch, bis sich eine für alle zufriedenstellende Lösung in der Causa Citymanagement kommunizieren lässt.
Agentur soll helfen, verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren
Aber, das betont OB Uwe Kirschstein, bis dahin werde man nicht tatenlos bleiben: „Aktuell befinden wir uns in Gesprächen mit einer externen Agentur, die uns beispielsweise darin unterstützt, den nächsten verkaufsoffenen Sonntag am 1. Oktober zu gestalten“. Unterstützende Beratungen von außen wolle man sich auch für die Zeit eines voll besetzten Citymanagements offen halten, sagt er.
Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, müsse man aber ins Tun kommen, so der OB. Bis zur nächsten Sitzung des HPKA im Oktober solle nun genauestens ausgearbeitet werden, wie sich das Citymanagement künftig an die Verwaltung angliedern und wie es funktionieren soll.
Lesen Sie auch:

















