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Einsteigen ab Fahrplanwechsel
Forchheim: Bahn werkelt noch an S-Bahnhalt Nord
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Noch fährt die Bahn durch: Am S-Bahn Halt Forchheim-Nord gehen die Bauarbeiten noch weiter bis Anfang des Winters. // Deutsche Bahn AG
Forchheim – Ein kleiner Schritt für das "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit", aber ein großer Schritt für Forchheim: Der S-Bahn-Halt Nord. Wie es mit der Baustelle läuft - und warum es im Umfeld noch Ärger gibt.

Es ist ein Mammutprojekt, das sich durch Forchheim schiebt: Der Bahnausbau, der München und Berlin - und die Städte dazwischen - schneller verbinden soll, geht Stück für Stück voran. Und beim S-Bahnhalt Nord in Forchheim kommt wieder ein kleines Stück Mobilität dazu. Denn die Deutsche Bahn erklärt auf Anfrage des Fränkischen Tags: „Der Haltepunkt Forchheim Nord wird in diesem Jahr fertiggestellt.

Zum Fahrplanwechsel werden ab 15. Dezember 2024 Reisende den neuen Haltepunkt nutzen können." Jahrelang hat unter anderem die Bürgerinitiative Forchheim-Nord für den S-Bahnhalt gekämpft. Nun soll er also pünktlich fertig sein, da die Fertigstellung laut Bahn von Beginn an für Ende 2024 vorgesehen war. Dennoch bleiben noch Wünsche offen: Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Otwin Schneider, und der Schirmherr der Bürgerinitiative, Eduard Nöth, schreiben in einer Pressemitteilung,  „dass die erforderlichen Park- und Abstellflächen für PKW und vor allem Fahrräder, die für die Akzeptanz und Belebung des Halts unabdingbar sind, bisher fehlen und hoffentlich noch geschaffen werden." 

Aktuell sei man noch mit Kabelarbeiten und sowohl am Bahnsteig als auch an der Rampe mit Pflasterarbeiten beschäftigt, teilt die Bahn mit. An der Rampe werde zudem noch die Handlaufbeleuchtung installiert. Die Bahnsprecherin zählt auf, was noch auf dem Bahnsteig aufgebaut wird: der digitale Schriftanzeiger, das Wartehäuschen, der Fahrkartenautomat nebst Fahrkartenentwerter. Also alles, was braucht, um von Forchheim aus das S-Bahnnetz zu erkunden. Dank Rampe ist die Haltestelle dann auch barrierefrei. 

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Nacharbeiten beim Bodenbelag: In der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung werden die Platten nochmals neu verlegt. // Julian Megerle

Bodenbelag: Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung gesperrt

Apropos Barriere: Bevor man auf Entdeckungstour gehen kann, muss man durch die Unterführung der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Diese ist jedoch noch bis 30. August gesperrt. Mehrere Bauarbeiter sind damit beschäftigt, die steinernen Bodenplatten anzuheben und neu zu verkleben. Ein Kollege rührt den Zement an, andere packen an die Platten. Zuvor seien die Platten trocken auf den ausgehärteten Beton gelegt worden. So sei keine Haftung entstanden, meint ein Bauarbeiter. Im Winter sei dann Wasser eingedrungen, das wohl gefroren sei und dann die Fugen auseinandertrieb, vermutet der Mitarbeiter als eine mögliche Ursache. 

300 Menschen müssen große Umwege in Kauf nehmen 

Die Deutsche Bahn erklärt, dass es Nacharbeiten gebe, bei welchen keine neuen Kosten, auch nicht für die Stadt Forchheim, entstehen würden. Anwohner Tom Blauberger ist verärgert: „Ich vermute, dass dort nicht ganz sachgemäß gearbeitet wurde, sonst würde man die Platten nicht nochmals herausheben.“ Er hat einen handwerklichen Hintergrund. Der 60-Jährige ist gelernter Zimmermann und bemängelt, dass nach der langen Wartezeit von gut zwei Jahren, bis die neue Unterführung fertig war, nun wieder eine Sperrung folgt nach kurzer Zeit. „Damals hatten sich alle gefreut, dass nach so langer Zeit wieder ein Durchgang möglich war." 

„200 bis 300 Menschen passieren die Unterführung sonst täglich, um zum Einkaufen oder zum Arzt zu kommen", sagt der FT-Leser Blauberger. Gerade für ältere Leute mit Rollator und ohne eigenes Auto entstehe so ein Umweg von rund drei Kilometern. Die nächste Möglichkeit, die Bahntrasse zu überwinden, ist die Piastenbrücke. Er selbst muss nun einen weiteren Umweg zum Schrebergarten in Kauf nehmen. Er hofft, dass zumindest bis zum Schulanfang die Unterführung wieder passierbar ist. 

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Blick von der Piastenbrücke auf die Bahnstrecke: Hier werden noch Elemente der Lärmschutzwand montiert. // Julian Megerle

Chronologie der Meldungen zum Bahnausbau in Forchheim bis Anfang 2023 

 

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