Die CSU im Landkreis Erlangen-Höchstadt steht geschlossen hinter ihrem Landrat Alexander Tritthart: In der Kreisversammlung am Freitagabend nominierten ihn die Delegierten erneut zum Kandidaten für die Landratswahl am 8. März nächsten Jahres. Vom Abstimmungsergebnis war Tritthart schon mal begeistert. Alle 93 anwesenden CSU-Mitglieder kreuzten ihn auf ihren Stimmzetteln an – einen Gegenkandidaten gab es allerdings nicht.
Erlangen-Höchstadt: Alexander Tritthart wieder als Landrat nominiert
Im Forum der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf freute sich der 55-jährige ehemalige Weisendorfer Bürgermeister über den Vertrauensbeweis der Delegierten, ließ aber auch anklingen, dass die Wahl im kommenden Jahr kein Selbstläufer für die CSU sei. Seit elf Jahren sitzt Tritthart bereits im Chefsessel des Landratsamtes in Erlangen und empfand es trotzdem als „große Ehre“, wieder als Kandidat in der Nominierungsversammlung stehen zu dürfen: „Die letzten Wahlen haben wir gewonnen, weil wir gemeinsam an einem Strang gezogen haben“, sagte der verheiratete Vater zweier Söhne.
Erlangen-Höchstadt: Wirtschaftlich starker Landkreis
Einen erfolgreichen Wahlkampf erwartet der CSU-Kreisvorsitzende und langjährige Bundestagsabgeordnete Stefan Müller. „Wir haben im Kreisvorstand intensiv beraten und schlagen Alexander Tritthart vor“, sagte Müller mit einem Schuss Ironie zur Begrüßung. Er dankte dem Landrat für die „großartige Arbeit“, die er bisher geleistet habe. Erlangen-Höchstadt stehe gut da und sei einer der wirtschaftlich stärksten Landkreise in Deutschland.
Tritthart will sich weiter dafür einsetzen, dass das so bleibt. Weil manches schon in Vergessenheit geraten sei, warf er einen Blick zurück auf die vergangenen fünf Jahre seiner Amtszeit. Da sei er zum Krisenmanager geworden. Corona-Testzentren wurden aufgebaut, ein Impfzentrum mit der Stadt Erlangen eingerichtet, Kreistagssitzungen fanden in Turnhallen statt und man sei mit Masken herumgelaufen. Corona stand ebenso nicht im Wahlprogramm des Jahres 2020 wie die Flüchtlingskrise und der Krieg in der Ukraine. Tritthart dazu weiter: „Alle sind massiv gefordert gewesen.“
Unter seiner Führung habe der Kreis kräftig in die Infrastruktur investiert, im Zuge des A3-Ausbaus Brücken erneuert, Radwege gebaut und auch den ÖPNV erweitert. Mit Stolz erwähnte er die Investitionen in Schulen, den Klimaschutzmanager, den erweiterten Familienstützpunkt, den neuen Pflegestützpunkt in Herzogenaurach mit drei Mitarbeiterinnen und die Investitionen ins Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt.
Zusammen mit dem Personal im Krankenhaus beschäftigt der Landkreis Erlangen-Höchstadt 850 Mitarbeiter. Man sei inzwischen ein „digitales Amt, aber mit Luft nach oben“, sagte Tritthart. In der aktuellen chaotischen Weltlage müsse auch der wirtschaftlich ausgerichtete Kreis aufpassen und seine Firmen unterstützen.
Kommunalwahl 2026: Diese Ziele hat Tritthart im Blick
Seine Ziele für die nächsten Jahre hat Tritthart fest im Blick: Radwege und Schulen weiter ausbauen, ein fünftes Landkreis-Gymnasium in Hannberg angehen, das Kreiskrankenhaus erhalten, weiter in Klimaschutz und ÖPNV investieren und die Finanzen im Griff halten. Ein drängendes Thema werde für ihn auch der Zivilschutz. „Wir müssen uns darum kümmern“, sagte er mit Blick auf die Bedrohungen von außen. Angriffe auf die IT des Landratsamtes habe es schon gegeben.
„Wir haben bewiesen, dass wir auch Krisen können“, sagte der Landrat voller Zuversicht. Für ihn sei das Amt des Landrats „das schönste in Bayern“. Das wohl auch deshalb, weil Tritthart nicht überall eine „so gute Stimmung mit Kreisräten und Bürgermeistern“ sieht wie im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der frenetische Beifall nach der einstimmigen Nominierung gibt dem CSU-Kandidaten Rückenwind.

















