In den Räumen der Bäckerei „Der Beck“ im Erlanger Stadtteil Tennenlohe hatte Firmeninhaber Dominick Beck nun Grund zur Freude: Denn Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat ihm die Teilnahmeurkunde für den Umwelt- und Klimapakt Bayern überreicht. „Klimaschutz ist für die Wirtschaft ein Gewinnerthema“, lässt sich der Minister in einer Pressemitteilung des bayerischen Umweltministeriums zitieren.
Ökonomie und Ökologie gehören laut Glauber zusammen. Ohne Nachhaltigkeit sei auf Dauer kein wirtschaftlicher Erfolg mehr zu erzielen. In der Pressemitteilung heißt es: „Mit unseren Partnern im Umwelt- und Klimapakt wollen wir gemeinsam Vorbild sein und zeigen: Klimaschutz ist ein Wachstumstreiber der Zukunft.“
Der Beck: Kurze Transportwege für Umweltschutz
Die Großbäckerei Der Beck, die unter anderem Filialen in Höchstadt und Herzogenaurach betreibt, ist ein Familienunternehmen, das für die Produktion seiner Backwaren so viele Rohstoffe wie möglich von regionalen Lieferanten bezieht. „Aus der Region für die Region“ nennt Beck sein Motto. Durch kurze Transportwege sollen die Umwelt geschützt und gleichzeitig die Wirtschaftskreisläufe vor Ort gestärkt werden.
Weiter wirbt die Bäckereikette damit, eigene Photovoltaikanlagen zu betreiben und Strom aus Wasserkraft im Fokus zu haben: „Auch die Logistikkette wurde energetisch optimiert, unter anderem durch den Betrieb eines Elektro-Transporters. Darüber hinaus werden CO2-neutrale Bäckertüten verwendet.“ Mit der bereits dritten Teilnahme am Umwelt- und Klimapakt bekenne sich das Unternehmen zu den Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes.
Umweltschutz: Der Beck als Vorbild für ganz Bayern
Die Teilnahme gilt für drei Jahre und kann verlängert werden. Das Unternehmen ist dem Umwelt- und Klimapakt erstmals im Jahr 2015 beigetreten. Der Umwelt- und Klimapakt 2020 ist die konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung der 1995 erstmalig begründeten und bewährten Umweltpartnerschaft zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Mit dem Umwelt- und Klimapakt wollen die Partner wichtige Impulse im Klimaschutz setzen, Lösungen im Umgang mit weiteren herausragenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen entwickeln und damit Umwelt- und Klimaschutz in Unternehmen und Betrieben voranbringen.
Dazu heißt es in der Presseerklärung des Umweltministeriums: „Zentraler Bestandteil der Umwelt- und Klimapartnerschaft ist ein Internetauftritt mit vielfältigen Informations- und Beratungsangeboten. Eine Best-Practice-Plattform mit Praxisbeispielen aus der Wirtschaft soll zugleich Hilfestellung sein und Ansprechpartner für Nachahmer vermitteln. Neben dem Klimaschutz stehen dabei insbesondere die Themen Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Entsorgung und Recycling, Umgang mit Kunststoff, Flächeninanspruchnahme, Biodiversität und Artenschutz, Umwelttechnologie, Gewässernutzung und Nachhaltigkeit im Fokus.
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