Vermutlich braucht es das Hinweisschild am Kellerberg „Stärkantrinken am 6. Januar“ überhaupt nicht, denn das Treffen hat sich für viele Stadtbewohner sehr gut eingebürgert. Früher war dies allgemein gebräuchlich, fiel Dreikönig doch in die ruhige Zeit der Landwirtschaft. Daher war es üblich, dass als Vorbereitung für die schwere Berufsarbeit im Frühjahr und Sommer und für die eigene kräftige Körperentwicklung am Dreikönigstag die Stärke getrunken wurde.
Ob es wirklich zwölf Seidla, für jeden Monat eines, sein müssen, sei dahingestellt. Für den Vorsitzender des Kellerbergvereins, Carsten Constien, ist an diesem Tag mit seinen Aktiven im Verein Großeinsatz angesagt. Denn begünstigt durch das milde Wetter war im „Petersbeckshäusla„ voller Betrieb. Im Außenbereich waren Zelte aufgestellt, damit es sich auch dort die zahlreichen Gäste bequem machen konnten.
Die Versorgung war auf jeden Fall sichergestellt, auf dem Grill brutzelten Bratwürste, außerdem gab es Griebenschmalz mit Brot, alles vom „Hausmetzger“ des Kellerbergs, Manfred Schulz, in Höchstadt. Zu Trinken gab es Dreikönigsbock, außerdem Märzen mit einem feinen Raucharoma, eingebraut am Kellerberg von Martin Knab, dem ehemaligen Braumeister des „Schlenkerla“ in Bamberg. Dort ist ja das Rauchbier quasi zu Hause.
Gegen Mittag kamen auch die Sternsinger der Höchstadter Stadtpfarrei ins „Petersbeckhäusla“ und brachten mit der Aufschrift 20 C*M*B 23 am Türstock ihre Segenswünsche für das neue Jahr an.
Nicht nur bei derartigen Anlässen, auch das ganze Jahr über sind die Mitglieder des Vereins sehr aktiv. Das Gelände muss instandgehalten und der Hopfen gepflegt werden, außerdem wurde der Umgriff des Schankhauses erweitert.
Für die kriegsgebeutelte Ukraine sammelten die Vereinsmitglieder Geld und Sachspenden. Das Kellerhaus ist das ganze Jahr über durch Veranstaltungen mit Leben erfüllt.
Beim Schafkopfturnier 2021 gewann Hans Nägel den ersten Preis. Obwohl selber Mitbesitzer am Kellerhäusla-Erholungsheim, ist Hans Nägel gerne wegen der guten Gesellschaft am Petersbeckkeller anzutreffen.
Der Verein gibt alljährlich einen Band der Publikation „Der Kellerberg“ heraus, in dem Wissenswertes zum Brauen allgemein und zur Entwicklung des „Petersbeckshäusla“ im Speziellen enthalten ist. Startete der Verein 1991 mit 24 Mitgliedern, so sind im Heft für das Jahr 2022 343 Mitglieder verzeichnet.
Lesen Sie auch:















