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Unruhe in der Region
Job-Beben: Siemens streicht 6000 Stellen – auch in Erlangen
Siemens will weltweit 6000 Stellen abbauen – auch Erlangen ist betroffen.
Siemens will weltweit 6000 Stellen abbauen – auch Erlangen ist betroffen. // Daniel Karmann/dpa
Erlangen/Forchheim – Siemens will weltweit 6000 Stellen abbauen, davon 2850 in Deutschland. Wie ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage erklärt, wird auch der Standort Erlangen betroffen sein. Was bisher bekannt ist.

Wie aus dem dpa-Bericht vom Dienstag, 18. März, hervorgeht, ist von den Stellenstreichungen vor allem die Siemenssparte Digital Industries (DI) betroffen. Der geplante Abbau der Arbeitsplätze soll in Deutschland ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. 

Siemens Stellenabbau: Standort Erlangen betroffen

Die Sparte Digital Industries leidet demnach seit einiger Zeit unter anderem an hohen Lagerbeständen bei Kunden und Händlern, was zu schwacher Nachfrage und schlechter Auslastung der Kapazitäten führt. Im Automatisierungsgeschäft, das Teil der DI ist, war der Umsatz deutlich abgesackt. Zuletzt ging der Konzern aber von einer Verbesserung im laufenden Jahr aus. Insgesamt laufen die Geschäfte bei Siemens laut dem dpa-Bericht gut: Im ersten Quartal machte der Konzern einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro. 

Siemens: Forchheim nicht betroffen, dafür fallen Stellen in Erlangen weg

Nähere Angaben dazu, wo genau in Deutschland die Stellen abgebaut werden sollen, liegen laut dpa noch nicht vor. Wie ein Sprecher von Siemens Healthineers auf Anfrage des Fränkischen Tags erklärte, seien das Unternehmen Siemens Healthineers und damit auch die Healthineers-Standorte in Erlangen und Forchheim von dem geplanten Stellenabbau gar nicht betroffen. 

Anders sieht die Lage bei den Siemens-Werken in Erlangen aus: Ein Sprecher dieses Unternehmensteils bestätigte auf FT-Nachfrage, dass Teile des geplanten Stellenabbaus des Konzerns auch die Metropolregion Nürnberg und den Siemens-Standort Erlangen betreffen würden. Welche Zahl an Arbeitsplätzen genau in den Erlanger Siemens-Werken wegfallen soll, könne man noch nicht sagen, so der Sprecher weiter. 

Auch schlechte Nachrichten von Schaeffler, Puma und Adidas

„Nach Möglichkeit werden den betroffenen Mitarbeitenden Weiterbildung und Umschulung angeboten“, erklärt das Unternehmen Siemens selbst in einer Pressemitteilung. Jürgen Kerner, zweiter Vorsitzender der IG-Metall und Mitglied des Siemens-Aufsichtsrates kritisierte die geplanten Maßnahmen laut Medienberichten und sagte: „Auf der einen Seite das zukunftsorientierte Zielbild einer One Tech Company zu entwerfen, und auf der anderen Tausende Stellen abzubauen, ist den Beschäftigten nicht vermittelbar“.

Insgesamt reiht sich die Meldung von Siemens ein in eine lange Reihe schlechter Nachrichten für die Region Erlangen-Höchstadt. Denn auch Puma, Adidas und Schaeffler hatten bereits den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. 

 

 

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